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Migränetherapie in der Schwangerschaft

September 2005

Bei einigen Frauen ist die Schwangerschaft Auslöser für Migräne. Glücklicherweise bleiben die Beschwerden bei den meisten Betroffenen auf diese Zeit beschränkt und lassen spätestens nach der Geburt wieder nach. Doch ist die Behandlung der Migräne während der Schwangerschaft ein Problem: Am häufigsten treten die Kopfschmerzen im ersten Drittel auf. Gerade in dieser Zeit ist das ungeborene Kind in seiner Entwicklung am empfindlichsten in Bezug auf Erbgutschädigung.

Migränetherapie in der Schwangerschaft

Quelle: dgk

Mutterkornalkaloide sind deshalb zur Behandlung der Migräne während einer Schwangerschaft zu vermeiden. Auch die meisten anderen wirksamen Therapeutika bei Migräne sind in der Schwangerschaft wegen der Gefahr von Missbildungen ungeeignet. Selbst die Migräneprophylaxe stellt ein Problem dar. Sie sollte eine Ausnahme bleiben und bevorzugt im zweiten und dritten Trimester Anwendung finden.

Die Behandlung der „Schwangerschaftsmigräne“ gehört immer in die Hand eines erfahrenen Arztes. Die Beschwerden werden meist mit Paracetamol bekämpft. Reicht die Wirkung dieses Schmerzmittels nicht aus und bleiben die typischen Migräneanfälle im zweiten und dritten Trimester bestehen, müssen Risiko und Nutzen der therapeutischen Möglichkeiten gegeneinander abgewogen werden.

Die größte Herausforderung ist die chronische Migräne mit mehr als 15 Attacken im Monat. Kompliziert wird es auch, wenn gleichzeitig Depressionen oder Epilepsieanfälle auftreten. Für die Behandlung der Schwangerschaftsmigräne gibt es deshalb kein „Schema F“. Sie erfordert ein individuelles Vorgehen.

Quelle:
A. W. Fox et al.: Migraine during pregnancy: options for therapy. CNS Drugs 19 (2005), S. 465-481.

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