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Die Wahl des richtigen Schmerzmittels entscheidet über eine erfolgreiche Kopfschmerztherapie.

Juni 2006

Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz. Die Qualität einer Therapie ist vom Erkennen der richtigen Kopfschmerzform abhängig. „Migräne von Spannungskopfschmerz zu unterscheiden ist selbst für Ärzte nicht immer einfach“, äußerte jüngst Prof. Dr. med. Gunther Haag, Chefarzt der Michael Balint Klinik auf einer Pressekonferenz in Griechenland. Grund für die schwierige Differenzierung: Die Symptome können sich gleichen oder überschneiden und Kombinationen der beiden Formen sind möglich.
Spannungskopfschmerzen treten häufiger als Migräne auf. Meist sind beide Kopfhälften vom Schmerz gepeinigt. Die Betroffenen sprechen von einem episodenhaften dumpf-drückenden bis ziehenden Schmerz. Oft fehlen die Begleiterscheinungen, die typisch für die Migräne sind: Übelkeit und Erbrechen sowie eine ausgeprägte Licht- und Lärmempfindlichkeit. Wichtiges Unterscheidungsmerkmal: Bei der Migräne verstärkt sich der Kopfschmerz, wenn man sich körperlich betätigt – das ist beim Spannungskopfschmerz in der Regel nicht der Fall. Migräniker klagen zudem über pulsierende Schmerzen, die nur eine Kopfhälfte malträtieren. Bei etwa 10-15 % der Migränebetroffenen kommt es kurz vor dem Auftreten der Kopfschmerzen zu einer so genannten Aura. Es handelt sich dabei um visuelle Phänomene, die sich als verschwommenes Sehen, Gesichtsfeldausfälle oder zackenartige Formationen am Rand des Gesichtsfeldes zeigen und für 10 bis 30 Minuten bestehen bleiben.

Die Wahl des richtigen Schmerzmittels entscheidet über eine erfolgreiche Kopfschmerztherapie.

Als Mittel der Wahl in der Migränetherapie galt lange Zeit die Wirkstoffgruppe der Triptane. Seit Neuestem ist ein Triptan rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Doch bei der Selbsttherapie ist einiges zu beachten: Zum einen wird sich eine schmerzlindernde Wirkung bei Patienten mit Spannungskopfschmerzen nicht einstellen, zum anderen ist die Einnahme des Medikamentes bei einer Herz-Kreislauf-Erkrankung kontraindiziert.
Im Zweifelsfall raten Experten daher zur Einnahme der bewährten Dreierkombination Paracetamol, ASS und Coffein. Das Kombinationspräparat wirkt sowohl bei Spanungskopfschmerz als auch bei Migräne. Aktuelle amerikanische Studienergebnisse haben gezeigt, dass diese Wirkstoffkombination sogar dem Klassiker der Triptane – dem Sumatriptan – in der Wirkung überlegen ist.

Am sichersten bleibt für alle Betroffenen der Gang zum Arzt, denn nur ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt führt zur richtigen Diagnose, anhand derer auch wirksame therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden können.

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http://www.kopfschmerzen.de – (letzte Aktualisierung: 23.07.2008)