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Lassen Sie sich vom Wetter nicht unter kriegen!

Dezember 2006

In einer aktuellen Befragung gaben 30 % der Bundesbürger an, wetterfühlig zu sein. Frauen mehr als Männer, Ältere mehr als Jüngere - und Kranke häufiger als Gesunde. Vor allem Kopfschmerzpatienten berichten über einen Einfluss des Wetters auf ihre Kopfschmerzsymptomatik. Wissenschaftlich ist es nicht bewiesen, aber Patienten gaben bei Umfragen an, das Wetter sei ein Auslöser für Kopfschmerzen.

Medizin-Meteorologen teilen die Interaktion zwischen Mensch und Witterungseinflüssen in drei Typen ein:

Kopfschmerz als Berufskrankheit
  • Die Wetterreaktion ist die körperliche Reaktion auf Witterungsreize. Zu den Wetterreagierenden gehören alle Menschen, denn bewusst oder unbewusst jeder reagiert auf das Wetter - durch Frieren oder Schwitzen, guter oder schlechter Laune.
  • Bei Wetterfühligkeit nimmt der Betroffene die körperlichen Reaktionen auf Hitze, Kälte, Wind, Schwüle usw. verstärkt wahr und fühlt sich dann z. B. müde, reizbar, unkonzentriert oder deprimiert. Kopfschmerzen sind typisch für Wetterfühlige.
  • Bei Empfindungen wie starken Kopfschmerzen, Narben- oder auch Amputationsschmerzen spricht man von der Wetterempfindlichkeit.

Das Wetter hat nicht nur die Menschheit, sondern auch die Erde seit ihrer Entstehung begleitet. Es gehört als Umweltreiz der ersten Stunde dazu. Leben ohne Wetter ist undenkbar. Das Wetter ist ein natürlicher Einflussfaktor und unsere Reaktion darauf etwas völlig Normales.
Die „krankmachenden“ Reaktionen unseres Körper auf das Wetter hängen unter anderem damit zusammen, dass wir unserem Körper kaum Chancen lassen, auf die ganz normalen Witterungseinflüsse zu reagieren. Meist sitzen wir zu Hause oder im Büro warm und trocken, im Auto sorgt die Klimaanlage für Wohlbefinden, Einkäufe erledigen wir mehr und mehr im Internet, die Unterhaltung kommt per Kabel oder Satellitenschüssel direkt zu uns nach Hause, und wenn wir schon Sport treiben, dann am liebsten auf dem Heimtrainer oder im Fitnesscenter. Sprich: Die Reizschwelle der Menschen ist im Laufe der Evolution geringer geworden. Die Folge: Der Körper ist nicht mehr in der Lage, Wetterumschwünge zu verarbeiten.

Was kann man tun?

Um den unliebsamen Begleitern von Wetterwechseln vorzubeugen, gilt es aktiv zu werden und das Immunsystem zu trainieren. Um das Immunsystem anzukurbeln, ist es am besten, täglich raus zu gehen und den Körper mit Sonne, Regen, Wind, Wärme und Kälte zu konfrontieren. So fällt es dem Organismus künftig leichter, sich den Witterungsverhältnissen anzupassen. Zudem sorgt der Gang an die frische Luft für gute Stimmung - und das nicht nur bei schönem Wetter.

Das Immunsystem trainieren, den Körper abhärten – den gleichen Effekt haben regelmäßige Saunagänge und Kneipp-Bäder. Durch den Wechsel von Wärme und Kältereiz werden die Gefäße trainiert sowie die Durchblutung und der Stoffwechsel im Körper angeregt.
Auch zu Hause oder im Büro lässt sich das Gefäßtraining leicht durchführen. Dazu einfach ein Waschbecken mit kaltem Wasser füllen und die Unterarme eine Weile hinein tauchen. Doch egal auf welche Weise sie ihr Immunsystem abhärten: Hitze und Kälte sollten immer als angenehm empfunden werden.

Bei starker Sonneneinstrahlung an Tagen mit geschlossener Schneedecke sollten Sie eine Sonnenbrille tragen. Nicht nur als modisches Accessoire, sondern auch um die Augen vor Überanstrengung zu schützen.

Bei kalten Temperaturen und kaltem Wind hilft eine Kopfbedeckung bei der Vermeidung von Kopfschmerzen.

Wenn Sie durch Ihre Wetterfühligkeit stark belastet sind, sollten Sie sich ihrem Arzt anvertrauen.

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http://www.kopfschmerzen.de – (letzte Aktualisierung: 23.07.2008)