März 2007
Geht es Ihnen manchmal auch so? Sie gehen zum Bäcker und der Duft von frisch gebackenem Brot und leckerem Kuchen zieht verführerisch in Ihre Nase. Und auf einmal fühlen Sie sich wohlig und geborgen und die schlechte Laune, die Sie davor vielleicht hatten, ist wie weggeblasen.
Als wissenschaftlich gesichert gilt, dass Düfte die Stimmung und Hormonvorgänge im Körper beeinflussen können.
Düfte dringen direkt zur Gefühlsebene vor. Der Mensch besitzt ca. 30 Millionen Riechzellen, mit denen er Gerüche wahrnimmt. Diese werden in Regionen im Gehirn gespeichert, die für Emotionen und Erinnerungen verantwortlich sind. Das erklärt, warum oft Erlebnisse erinnert werden, wenn ein bestimmter Duft in die Nase steigt.
Viele Kopfschmerzgeplagte empfinden es als angenehm, bestimmte Düfte wie Rosmarin, Pfefferminz oder Eukalyptus zu riechen. Sie fühlen sich dann wohler und haben das Gefühl, dass die Kopfschmerzen gelindert werden. Bei Spannungskopfschmerz können Sie zehnprozentiges Pfefferminzöl, auf Stirn und Schläfen einmassieren. Ein Bad mit Melisse oder Muskatellersalbei kann zur Entspannung beitragen und so leichte Kopfschmerzen lindern. Migränepatienten sollten jedoch aufpassen, denn ihre Attacken gehen meist mit einer erhöhten Empfindlichkeit einher: das kann auch für Gerüche gelten, warnt Dr. Jansen, medizinischer Leiter des Schmerzzentrums Berlin: „Düfte können auch Migräneanfälle auslösen.“
Hier ein paar Anregungen, die Ihnen die Auswahl und Anwendung von Düften erleichtern:
Morgenmuffel kommen leichter aus den Federn, wenn sie sich auf frischen Rosmarin verlassen. Gute Laune bekommen Sie nicht nur mit Vanille, sondern auch mit Zitrusfrüchten: Bergamotte zum Beispiel ist erfrischend, stimmungsaufhellend und sogar appetitanregend. Aber auch Rosenduft macht gute Laune und ist obendrein gut gegen Kummer und Ungeduld. Wenn Sie zur Ruhe kommen wollen, um neue Kraft zu schöpfen, helfen Ihnen die Düfte von Lavendel, Jasmin und Zypresse.
Wenn Sie die Erfahrung gemacht haben, dass Ihr Körper auf Düfte anspricht, kann es sich empfehlen – gerade bei leichteren Kopfschmerzen – zur Dufttherapie zu greifen. Bei mäßigstarken bis intensiveren Kopfschmerzen zeigt sich aktuell ein Kombinationspräparat mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Koffein mit sehr guter Wirkung. Leiden Sie jedoch mehrfach pro Monat an Kopfschmerzen, dann sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.
http://www.kopfschmerzen.de – (letzte Aktualisierung: 23.07.2008)