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Kopfschmerzen in der kalten Jahreszeit:
Hintergründe und Behandlungserfolge

November 2007

Bei Umfragen geben zwischen 30 und 78 Prozent der Befragten an, das Wetter sei Auslöser für das Kopfweh. Das Wetter ist jedoch ein Faktor, der sich in Studien schlecht belegen lässt. Trotzdem klagen besonders in der kalten Jahreszeit viele Kopfschmerzpatienten über zusätzliche oder stärkere Attacken.

Kopfschmerz Kälte

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„Dieser Eindruck ist nicht ganz von der Hand zu weisen“, bestätigt der Berliner Schmerzexperte Dr. Jan-Peter Jansen. Klassisch sind Muskelverspannungen im Nacken, die in der Übergangszeit – meist morgens – durch niedrige Temperaturen hervorgerufenen werden. Wenn die kalte Luft auf der Haut entlang zieht, weil die Jacke einfach zu dünn ist oder der Schal noch in der Schublade schlummert, zieht man automatisch die Schultern hoch. Folge: Die Muskeln verkrampfen. Auf Dauer steigt dann die Verspannung langsam über Nacken und Kopf empor und löst Kopfschmerzen aus. Aber auch wer bei kalten Temperaturen die Mütze vergisst, ist kopfwehgefährdet. Denn kalter Wind kann die dünne Muskulatur unter der Kopfhaut ebenfalls zum Verkrampfen bringen.

Ganz unangenehm empfinden viele Betroffene auch den für die Übergangszeit typischen Wechsel von kalt und warm. Er belastet den Organismus, der kaum genug Zeit hat, sich auf die Umgebungstemperatur einzustellen. Das bedeutet Stress, der sich nicht selten in Kopfschmerzen äußert.

Besonders empfindlich reagieren Kopfschmerzpatienten im Winter auf die Heizungsluft. Die Luft, die von Wärmequellen angeheizt wird, ist meist sehr trocken. Sie entzieht dem Körper, speziell den Schleimhäuten, viel Feuchtigkeit. Wer nicht genug trinkt, dehydriert leichter. Diese Austrocknung führt dazu, dass das Blut etwas dicker ist als gewohnt. Im Kopf kann diese leichte „Eindickung“ bei empfindlichen Personen Schmerzen verursachen.

Unabhängig davon, welche Kälteursache die Beschwerden ausgelöst hat, warten Sie bei akuten Beschwerden nicht zu lange mit der Tabletteneinnahme. Die beginnende Schmerzkaskade sollte frühzeitig unterbrochen werden. Am besten geeignet sind dazu nachgewiesenermaßen Kombinationspräparate mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Koffein. Sie haben ein breites Wirkspektrum und decken sehr viele Arten von Kopfschmerzen ab, sogar leichte Migräne. Außerdem wirken sie schnell bei guter Verträglichkeit, denn die einzelnen Wirkstoffe können durch die Kombination niedriger dosiert werden.

Und hier noch ein paar Tipps, damit es gar nicht erst dazu kommt: Lassen Sie die Kälte nicht ungeschützt an sich heran. Halten Sie die Muskulatur warm, trinken Sie ausreichend und bewegen Sie sich regelmäßig, dann sind Kälte-Kopfschmerzen für Sie kein Problem.

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http://www.kopfschmerzen.de – (letzte Aktualisierung: 23.07.2008)