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Brummschädel statt Brummkreisel? – wenn Kinder Kopfschmerzen plagen

Dezember 2007

Etwa jedes zweite Schulkind leidet nach Angaben des Berliner Schmerzexperten Dr. Jansen unter Kopfschmerzen, rund zwölf Prozent unter Migräne. Das sind ungefähr zwei Kinder pro Klasse! Kinder klagen nach wie vor häufiger über Kopfweh als über andere Schmerzen.

Signale deuten

Kinder können oft nicht exakt beschreiben, was ihnen fehlt. Umso wichtiger ist es, den Kleinen besondere Beachtung zu schenken. Bedrohlich sind die Kopfschmerzen im Kindesalter zum Glück nur selten. Die häufigsten Kopfschmerzen sind der Spannungskopfschmerz und die Migräne. Neben den Kopfschmerzattacken gibt es typische Anzeichen: Die Kinder können auffallend blass sein und über Bauchschmerzen, Übelkeit und Schwindel klagen. Wenn das Kind unter Appetitlosigkeit leidet und keine Lust zum Spielen hat und sich stattdessen lieber hinlegen möchte, könnte dies ein Anzeichen für Kopfschmerzen sein.

Erbrechen muss nicht zwingend ein Zeichen für eine Magen-Darm-Grippe sein, es kann auch auf Migräne hindeuten. Bei Kindern geht Migräne häufig von der Mitte der Stirn aus und ist nicht nur einseitig wie bei älteren Betroffenen. Kinder mit Migräne plagt der Kopfschmerz meist am Nachmittag (Erwachsene hingegen eher morgens). Die Anfälle sind bei Kindern von kürzerer Dauer (bis etwa zwei Stunden) als bei Erwachsenen.

Die Ursachen und Auslöser

wenn Kinder Kopfschmerzen plagen

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Der Leistungsdruck bei Kindern nimmt zu. 6 von 10 Kindern fühlen sich in der Schule überfordert. Das gestiegene Lebenstempo und der steigende Leistungsdruck spiegelt sich auch in der Welt der Kleinen wider. Dieser Leistungsdruck, kann die Kinder überfordern, was auch gesundheitliche Auswirkungen mit sich bringen kann. Die Anzeichen sind vielfältig: Es kann von einer allgemeinen Unlust, Schwierigkeiten in der Konzentration, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Schlafstörungen bis hin zu Übelkeit und Schulverweigerung führen. Aber auch der Streit oder die Trennung der Eltern und die daraus folgende psychische Belastung kann bei Kindern Migräne oder starke Kopfschmerzen auslösen. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Studie des Robert- Koch- Institutes. Neben organischen Ursachen wie zum Beispiel Fehlsichtigkeit, Nasennebenhöhlenentzündungen oder anderen Infekten, Zahnproblemen und auch zu hoher oder zu niedriger Blutdruck können auch zu viel Fernsehen, zu wenig Bewegung, ungesundes und unregelmäßiges Essen Kopfschmerzen auslösen.

Was können beunruhigte Eltern tun?

Kopfschmerzen beim Kind sollte man nicht einfach mit einem Schmerzmittel behandeln und mit dem Argument „Schulstress“ übergehen. Wann immer Eltern beunruhigt sind, sollten sie den Arzt ihres Vertrauens aufsuchen. Gibt es nach Erhebung der Anamnese und einer gründlichen Untersuchung keinen dringenden Handlungsbedarf, kann eine längerfristige Beobachtung des Kopfschmerzes sinnvoll sein. Der Arzt wird den Eltern dann empfehlen, ein „Kopfschmerztagebuch“ zu führen. Dadurch können bestimmte Situationen und Auslöser (wie zum Beispiel eine Klassenarbeit oder Genuss von Schokolade), die zu Kopfschmerzen führen, identifiziert werden.

Gerade im Kinder- und Jugendalter kann die Krankheit oft allein durch die Änderung der Lebensgewohnheiten erfolgreich gelindert werden. Ein geregelter Tagesablauf und nur eine begrenzte Zeit vor dem Bildschirm können den Schmerzen vorbeugen. Viel Bewegung an der frischen Luft, ausreichend Schlaf und Ruhepausen sorgen ebenfalls für einen klaren Kopf. Regelmäßiges gemeinsames Essen mit der Familie kann auch dazu beitragen, den Lebensstil zu strukturieren. Dies ist für Kinder, die besonders empfindlich auf Stress und Hektik reagieren, sehr wichtig. Außerdem sollten Eltern ihren Nachwuchs nicht überfordern. Nicht nur die Schule, sondern auch der Musikunterricht, Nachhilfe, Training im Verein setzen den Nachwuchs unter Erfolgsdruck.

Ist das Kopfweh da, helfen Entspannungsverfahren wie zum Beispiel die progressive Muskelentspannung nach Jacobson und Beschäftigungen, die dem Kind Spaß machen. Bei hartnäckigen Schmerzen, vor allem aber bei der Migräne, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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http://www.kopfschmerzen.de – (letzte Aktualisierung: 23.07.2008)