Februar 2008
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Die Energiesparlampe ist eine feine Sache. Die Glühbirne verschwendet einen Großteil der Energie auf die Produktion von Wärme, wogegen die Sparlampe die Energie hauptsächlich in Licht umsetzt. Dadurch verbraucht die Energiesparlampe im Vergleich zur Glühbirne bis zu 80 Prozent weniger Energie. Geht es nach dem Willen von Elektroindustrie und Politikern aller Parteien, dann werden in Bälde kalte Leuchtmittel die heiße Birne zu 100 Prozent verdrängen.
Anfang Januar 2008 warnte jedoch die britische Migraine Action Association vor dem Einsatz von Energiesparlampen. Einige Mitglieder der Organisation hätten von einem Zusammenhang zwischen umweltfreundlichen Glühbirnen und Migräneattacken berichtet. Ursächlich sei das Flackern einiger Energiesparlampen und/oder die geringe Lichtintensität, die die Augen belaste und somit dem Auftreten einer Migräne Vorschub leiste.
In Großbritannien sollen in einem Stufenplan die Glühbirnen bis 2011 durch Energiesparlampen ersetzt werden. In Australien existieren ähnliche Pläne.
Die Lighting Association, welche die Hersteller der Leuchtmittel vertritt, versichert Energiesparlampen der neueren Technologie würden kein Flimmern verursachen. In der Vergangenheit war von gesundheitlich beeinträchtigenden Reaktionen auf die stromsparenden Lampen berichtet worden. Auch von epileptischen Anfällen war die Rede. All diese Effekte seien jedoch nur im Zusammenhang mit den veralteten Modellen der stromsparenden Glühbirnen beobachtet worden.
Das Gasgemisch im Inneren der Lampe wird im Rhythmus der anliegenden Spannung zum Leuchten gebracht. In Modellen der alten Bauart geschieht das 100 Mal pro Sekunde. Dadurch entstehen Hell-Dunkel-Phasen, die Stroboskopeffekte („Flimmern“) hervorrufen können. Das menschliche Auge ermüdet durch das „Flimmern“ nachweislich schneller.
Nach Angaben der Hersteller sollen die allerneusten Modelle dagegen praktisch nicht flimmern. Das Flackern konnte durch ein elektronisches Vorschaltgerät abgestellt werden, das die Spannung „glättet“. Dadurch sollen die Schwankungen vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen werden können. Damit wären dann auch keine eventuellen negativen Auswirkungen auf die Migräne mehr zu erwarten.
http://www.kopfschmerzen.de – (letzte Aktualisierung: 23.07.2008)