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Kopfschmerz und Hormonschwankungen – die Bürde der Frauen

April 2008

Kopfschmerzen und Migräne werden oft bei Frauen durch Hormonschwankungen ausgelöst. Frauen leiden 2–3 mal häufiger an Migräne als Männer. Bis zur Pubertät tritt die Migräne bei Jungen und Mädchen gleich häufig auf. Mit Eintreten der Pubertät und der vermehrten Produktion weiblicher Hormone, sowie mit Einsetzen des Menstruationszyklus, nimmt die Häufigkeit beim weiblichen Geschlecht bis um das 40. Lebensjahr deutlich zu.

die Bürde der Frauen

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Die Rolle der weiblichen Geschlechtshormone bei der Entstehung von Migräneanfällen ist Gegenstand umfangreicher Forschungen. Aus den Forschungsergebnissen lassen sich wichtige Schlussfolgerungen für die Behandlung ableiten. Für die genaue Zuordnung des Kopfschmerzproblems ist es wichtig, das Auftreten von Kopfschmerzen zusammen mit dem Monatszyklus während mehrerer Monate zu notieren. Nutzen Sie dafür einen Regelkalender. Ihr persönliches Wissen soll einem besseren Umgang mit Migräne dienen. Der Behandlungsweg führt von einer genauen Diagnoseerstellung zur Vorbeugung und zur wirksamen Anfallsbehandlung. Neben nicht medikamentösen Maßnahmen sind meistens auch Medikamente erforderlich.

Mehr als 10 Prozent aller Migränikerinnen leiden an der menstruellen Migräne. Die Migräneattacken treten dann ausschließlich in zeitlichem Zusammenhang mit der Monatsblutung auf. Dieses Zeitintervall beginnt zwei Tage vor der Menstruation und endet nach dem dritten Tag der Monatsblutung. Meistens handelt es sich um eine Migräne ohne Aura, also ohne vorausgehende Ausfallerscheinungen wie Sehstörungen oder Taubheitsgefühle im Gesicht. Bei der Behandlung muss berücksichtigt werden, dass die Migräneattacken während der Monatsblutung oft länger und intensiver sind. Ursache von hormonell bedingten Kopfschmerzen ist der Abfall des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen im Blut. Ebenso gibt es Hinweise, dass die weiblichen Geschlechtshormone auch die Verarbeitung schmerzhafter Reize im Gehirn beeinflussen.

Die weit verbreitete Annahme, dass eine Migräne in oder nach der Menopause verschwindet, trifft so nicht zu. Weil keine Eizellen mehr reifen, bleibt der Östrogenspiegel in diesem Lebensabschnitt auf konstant niedrigem Niveau. Dies trägt bei manchen Migräneleidenden zu einer Besserung mit Rückgang von Anfallshäufigkeit und -stärke bei. Bei anderen bleibt sie unverändert oder wird sogar schlimmer. Auch während der Schwangerschaft, insbesondere im zweiten und dritten Drittel, kann es zu einer Besserung der Symptome kommen. Das Leiden ist in der Schwangerschaft nach heutigem Wissen weder für die Mutter noch das Kind mit einer erhöhten Komplikationsrate verbunden. Besprechen Sie jedoch ihre Medikation mit dem Arzt. Möglicherweise ist eine Medikamentenumstellung notwendig.

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http://www.kopfschmerzen.de – (letzte Aktualisierung: 23.07.2008)