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Wenn die Haut weh tut

Mai 2008

Das Kämmen der Haare kann schmerzhaft sein.

© matteo NATALE – fotolia.com

Viele Migränepatienten leiden unter einer Überempfindlichkeit der Haut, der sogenannten kutanen Allodynie. Dies bedeutet für die Betroffenen, dass eine Schmerzempfindung durch Reize ausgelöst wird, welche üblicherweise keinen Schmerz verursachen. So kann beispielsweise das Kämmen der Haare, das Überstreifen von Kleidung oder das Tragen von Schmuck als unangenehm bis schmerzhaft empfunden werden.

Wissenschaftler des Albert Einstein Colleges in New York werteten die Daten von rund 16.500 Patienten zur Art des Kopfschmerzes und seiner Häufigkeit sowie zu den Lebensumständen aus. 68 Prozent der Teilnehmer, die unter einer chronischen und 69 Prozent, die unter episodischer Migräne litten, waren während der Attacken überempfindlich gegenüber Berührungen. Bei Patienten, die unter anderen Formen täglich auftretenden Kopfschmerzen leiden, berichteten dagegen nur 37 Prozent von einer erhöhten Hautempfindlichkeit. Besonders häufig an Allodynie litten Frauen mit Migräne und jene Migräniker, die stark übergewichtig oder depressiv waren.

Die Autoren der Studie sehen mit ihren Daten eine Bestätigung für frühere Untersuchungen. Vermutlich sei eine besondere Hautsensibilität auch ein Risiko für das Fortschreiten einer Migräne. Möglicherweise, so die Wissenschaftler, müssen Patienten mit Allodynie intensiver behandelt werden, um einer Verschlimmerung der Migräne entgegenzuwirken.

Quelle:
MARCELO BIGAL (Albert-Einstein-College für Medizin, New York) et al.: Neurology, Bd. 70, S. 1525

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http://www.kopfschmerzen.de – (letzte Aktualisierung: 23.07.2008)