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August 2008

Viele Patienten fürchten bei chronischen Kopfschmerzen einen Hirntumor.

© Dragan Trifunovic – fotolia.com

Viele Patienten fürchten bei chronischen Kopfschmerzen einen Hirntumor. Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel – wohl jedem, der immer wieder unter diesen Symptomen leidet, ist schon mal der Gedanke „Hirntumor“ durch den Kopf geschossen. Meistens ist die Angst unberechtigt, und es handelt sich um ganz normale Kopfschmerzen, die zwar nicht schön sind, aber auch nicht gefährlich. In einigen Fällen können jedoch dauerhafte Kopfschmerzen eine lebensbedrohliche Ursache haben. Gemessen an anderen Krebserkrankungen treten Gehirntumore eher selten auf. Hirntumore machen etwa ein Prozent aller Krebserkrankungen beim Erwachsenen aus. Wer ohne erkennbaren Grund erstmals oder erstmals nach 10 oder 20 Jahren an stärker werdenden Kopfschmerzen oder Migräneattacken leidet, sollte jedoch seinen Arzt aufsuchen.

Kommen zu den typischen Migränesymptomen – von Zeit zu Zeit auftretende Kopfschmerzattacken mit Übelkeit und Erbrechen – noch Bewusstseinsstörungen hinzu, müssen sofort die Alarmglocken läuten. Um die Diagnose eines Hirntumors zu stellen, stehen bildgebende Verfahren (CT, MRT) im Vordergrund. Migränepatienten sollten mindestens einmal im Leben mit bildgebenden Verfahren untersucht werden, um Ursachen wie einen Tumor ausschließen zu können.

Das häufigste und erste Symptom für einen Hirntumor ist in der Regel der Kopfschmerz. Etwa die Hälfte aller Patienten klagt bei Diagnosestellung über Kopfschmerzen. Beim Tumorkopfschmerz gibt es jedoch einige Besonderheiten. Kopfschmerzen bei Hirntumoren sind die Folge eines erhöhten Drucks im Schädelinnern. Das durchblutete Gewebe um den Hirntumor ist angeschwollen. In der Nacht befindet sich, bedingt durch die liegende Position, ein höheres Blutvolumen im Kopf als am Tag. Eine Hirnschwellung nimmt deshalb im Laufe der Nacht zu. Der Druck im Gehirn führt üblicherweise zu nächtlichen Kopfschmerzen, die sich am Tag wieder bessern. Eine Begleiterscheinung können Übelkeit und Erbrechen sein. Die Kopfschmerzen werden innerhalb von Tagen und Wochen immer heftiger, lassen sich durch normale Kopfschmerzmittel nur kurz, oder gar nicht beeinflussen und nehmen in liegender Position weiter zu. Diese Kopfschmerzen sind selbst für Migränepatienten anders und intensiver als bisher erlebte Kopfschmerzen. Wenn Patienten bereits früher über Kopfschmerzen geklagt haben, können die Schmerzen aufgrund des Hirntumors den früheren Beschwerden ähneln. Neuere Untersuchungen deuten zudem auf abgesonderte Signalstoffe des Tumors als Ursache für den Kopfschmerz. Der Mechanismus ist noch nicht geklärt.

Die meisten Menschen leiden unter Spannungskopfschmerzen. Die Ursachen hierfür sind genauso vielfältig wie alltäglich – Stress, Blockaden der Halswirbelsäule oder eine Überlastung der Augen können Kopfweh hervorrufen. Wenn die Schmerzen aber in kein Standardschema passen, sind sie verdächtig. Ein Arzt darf daher nicht lockerlassen, bis er die Quelle des Kopfschmerzes durch schrittweises Ausschließen gefunden hat. Wenn ein Patient nicht mit einer Diagnose zufrieden ist, sollte er eine zweite Meinung, zum Beispiel die eines Neurologen einholen.

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http://www.kopfschmerzen.de – (letzte Aktualisierung: 08.09.2008)