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Freude am Familienleben trotz Kopfschmerz?

Oktober 2008

Freude am Familienleben trotz Kopfschmerz

© Monkey Business - Fotolia.com

Ausgeglichene Eltern, welche Stress und andere Anforderungen gut bewältigen können, be­reich­ern nicht nur den Alltag aller anderen Familien­mitglieder, sie scheinen das Familien­leben auch selbst in hohem Masse zu genießen.
Doch was tun, wenn Kopfschmerz einem einen Strich durch diese Rechnung macht? Zuerst ist es nur ein schwaches Ziehen, doch irgendwann dröhnt, pocht und puckert der ganze Schädel: Kopfschmerzen sind eine der häufigsten Krank­heiten der Welt. Etwa 10 Millionen der Deutschen leiden an Migräne.
„Lass mich jetzt erst mal in Ruhe“, lautet dann oft Botschaft und nicht selten fühlen sich die Kinder oder der Partner zurückgestoßen.

Dr. Marcelo Bigal und sein Forschungsteam vom Albert Einstein College of Medicine in New York befragten 520 Patienten mit chronischer Migräne und 9424 mit selteneren Migräne-Attacken zu dem Einfluss ihrer Erkrankung auf das Alltagsleben. Chronisch ist die Krankheit erst, wenn jemand fast täglich oder an mehr als 14 Tagen im Monat Migräneanfälle bekommt. Die Forscher fanden heraus, dass 37 Prozent der Studienteilnehmer mit chronischer Migräne an mindestens fünf Tagen in den vergangenen drei Monaten wegen Kopfschmerzen keine Aktivitäten mit ihren Familien unternehmen konnten. Immerhin 10 Prozent der Patienten mit episodischer Migräne berichteten von ähnlichen Einschränkungen. Mehr als die Hälfte der chronischen Migränepatienten und immerhin 24 Prozent der unter selteneren Attacken Leidenden konnten an mindestens fünf Tagen in drei Monaten keine häuslichen Arbeiten erledigen.

Warten Sie bei akuten Beschwerden nicht zu lange mit der Tabletteneinnahme. Die beginnende Schmerzkaskade sollte frühzeitig unterbrochen werden. Eine fünfminütige Schläfenmassage – z.B. durch den Partner – kann da unterstützend wirken. Auch Biofeedback und die progressive Muskelentspannung nach Jacobson werden von vielen als hilfreich angesehen.
Um den Ursachen des Kopfschmerzes auf den Grund zu gehen kann ein Kopfschmerztagebuch helfen. Kopfschmerzen, die häufiger als 10 Tage im Monat oder 3 Tage in Folge auftreten, sollten allerdings von einem Arzt abgeklärt werden. In hartnäckigen Fällen sollten eine medikamentöse Prophylaxe und Verhaltensänderungen in Betracht gezogen werden.

Generell gilt: Bewegung, Entspannung, frische Luft sowie eine ausgewogene, gesunde Ernährung helfen, den Kopf zu befreien.

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http://www.kopfschmerzen.de – (letzte Aktualisierung: 31.10.2008)