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Kopfschmerzen durch Luftverschmutzung?

April 2009

Kopfschmerzen durch Luftverschmutzung?

© Imagemaker - Fotolia.com

Bestimmte Wetterlagen, vor allem Temperaturanstiege und Tiefdruckgebiete, können Kopfschmerzen auslösen. Die Luftverschmutzung spielt dagegen nach neuesten Erkenntnissen keine Rolle.

Luftverschmutzung ist nicht nur ein Ärgernis, sie ist eine gewaltige Gesundheitsgefahr. Insbesondere Erkrankungen der Atemwege, Herzerkrankungen und Schlaganfälle können in direkten Zusammenhang mit der Qualität unserer Luft gebracht werden. Doch wie jetzt ein Team von Forschern des Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston herausfand, ist die Luftverschmutzung nicht für das Auftreten von Kopfschmerzen verantwortlich zu machen.

Die amerikanischen Wissenschaftler untersuchten mehr als 7.000 Kopfschmerzgeplagte, die im Laufe von sieben Jahren wegen starker Kopfschmerzen die Notfallaufnahme eines großen Klinikums in Boston aufsuchten. Diese Daten verglichen die Forscher mit den jeweils vorherrschenden meteorologischen Verhältnissen und den aktuellen Luftverunreinigungsdaten. Dabei fanden sie heraus, dass Hitze und fallender Luftdruck ein nicht zu unterschätzendes Risiko darstellen. Mit einem Temperaturanstieg um fünf Grad Celsius steigt das Kopfschmerzrisiko um 7,5%. Ein fallender Luftdruck wirkt sich zwar nicht in diesem hohen Maße aus (nur 6%), aber auch er erhöht das Kopfschmerzrisiko. Wenn das Barometer fällt, müssen anfällige Menschen ein oder zwei Tage später mit Beschwerden rechnen.

Betroffene sollten daher die Wetternachrichten aufmerksam verfolgen. Je nach Vorhersage kann dann die rechtzeitige Einnahme eines Medikamentes schon bei den ersten spürbaren Anzeichen den Kopfschmerz in die Schranken weisen.

Quelle: MUKAMAL, KJ et al in: „Neurology“, Vol. 72, S. 922-927

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http://www.kopfschmerzen.de – (letzte Aktualisierung: 09.04.2009)