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Kann launisches Wetter zu Kopf steigen?

Kann launisches Wetter zu Kopf steigen?

© Olga Drozdova - Fotolia.com

„Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ – an diesen alten Hit von Rudi Carell hat in diesem verrückten Sommer wohl fast jeder schon einmal gedacht. Doch wenn dieser Wunsch für ein paar Stunden oder wenige Tage in Erfüllung geht, sind wetterfühlige Menschen, die zu Kopfschmerzen neigen, nicht immer glücklich darüber. Bei manch einem von ihnen führt ein abrupter Wetterwechsel zu Kopfschmerzen. Stimmt angeblich nicht, behauptet eine Studie, die an der Universität Wien, erstellt wurde.

238 Migräne-Patienten führten über drei Monate ein Kopfschmerztagebuch. Dann verglichen die Neurologen die Einträge mit dem Wetter, das zu dieser Zeit in Österreich herrschte. Das Ergebnis dürfte viele wetterfühlige Kopfschmerz-Patienten überraschen: Es gibt laut dieser Studie nur einen minimalen Zusammenhang zwischen Wetter und Migräne-Anfällen. Lediglich wenn eine Hochdruckfront nahte, so machte sich dies in den Köpfen einiger der Patienten bemerkbar. Jedoch räumten selbst die Kollegen aus der Universitätsklinik Wien abschließend ein, dass es wenig Sinn mache mit offensichtlich wetterfühligen Migräne-Patienten über den Einfluss des Wetters zu diskutieren.

Deshalb folgen nun ein paar Tipps für den Umgang mit dem Achterbahn-Wetter, falls sie aufgrund ihrer genetischen Prädisposition doch zu den Ausnahmen gehören, die die Regel bestätigen oder die Forschung in Zukunft möglicherweise zu abweichenden Ergebnissen kommt…

Damit auch Sie den Wetterwechsel genießen können:

  • Meiden Sie – wenn möglich – das direkte helle Licht der Sonne. Eine Sonnenbrille, ein Hut oder besser noch ein schattiges Plätzchen kann bei ihrem Aufenthalt im Freien Kopfweh verhindern.
  • Vergessen Sie bitte nicht reichlich zu trinken, da Wassermangel ein Auslöser von Kopfschmerzen sein kann. Nicht zu kaltes Mineralwasser und lauwarmer Melissen- oder Hagebuttentee eignen sich hervorragend.
  • Essen Sie regelmäßig, aber keine blähenden Speisen. Magnesiumhaltige Lebensmittel wie grünes Gemüse, Nüsse und Vollkornprodukte sind günstig nicht nur bei launischem Wetter. Und als Nachtisch, probieren Sie doch mal ein Stückchen Wassermelone.
  • Bei heftigen Wetterumschwüngen hilft auch oft das Kneipp’sche Wassertreten. Lassen Sie am Morgen ca. 20 cm kaltes Wasser in ihre Badewanne ein. Laufen Sie darin zwei Minuten im Storchenschritt umher. Manchmal hilft auch ein lauwarmes Fußbad in das Sie eine Handvoll Kochsalz mischen.
  • Gönnen sie sich so oft es geht einen kleinen Spaziergang in der freien Natur. Jedoch achten Sie darauf, es an heißen Tagen nicht zu übertreiben, an kühleren Tagen dagegen ist Bewegung besonders wichtig.
  • Tupfen Sie sich ein paar Tropfen Pfefferminzöl auf die Schläfen oder in den Nacken – das Öl stimuliert die Kältesensoren und sorgt so für eine Entspannung ihrer Muskulatur.
  • Probieren Sie es einmal mit einem starken Kaffee mit einem Spritzer Zitronensaft, dieses Getränk kann ihre Durchblutung positiv beeinflussen und damit auch das Hämmern im Kopf abmildern.

Zur gelegentlichen Soforthilfe gegen Kopfschmerzen eignet sich sehr gut ein Präparat mit der Wirkstoffkombination aus Koffein, Acetylsalicylsäure (ASS) und Paracetamol.

Lassen Sie uns abschließend die Frage nach dem Einfluss des wechselhaften Wetters auf ihre Kopfschmerzen mit folgendem Vergleich beantworten:
Kommen bei Vollmond häufig die Babys? Laut Statistik nicht. Die meisten Hebammen würden trotzdem etwas anderes behaupten.

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http://www.kopfschmerzen.de – (letzte Aktualisierung: 30.08.2011)