
Gerade in der Entstehungsphase der Spannungskopfschmerzen können Entspannungsübungen helfen, die Schmerzattacke abzuwenden. Wichtig sind Entspannungsübungen vor allem bei stressbedingten Kopfschmerzen. Es gibt unterschiedliche Methoden der Entspannung:
Diese Technik wurde bereits 1938 in Amerika entwickelt. Sie zielt auf einen Zustand von tiefer Entspannung, verbunden mit innerer Ruhe und großem Wohlbefinden. Das Vegetative Nervensystem wird dadurch positiv beeinflusst. Die durch Stress gestörten körperlichen Abläufe regulieren und stabilisieren sich wieder. So können die Kopfschmerzen von vorneherein verhindert oder zumindest gelindert werden. Sämtliche Übungen beruhen auf einem systematischen Anspannen und Entspannen sämtlicher Muskelgruppen. Um die Methodik zu erlernen, empfiehlt sich eine fachgerechte Anleitung.
Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson als mp3
In Deutschland ist das Autogene Training die bevorzugte Entspannungstechnik. Sie wurde von einem deutschen Neurologen, Iohannes H. Schultz (1884-1970), entwickelt. Sie wird auch "konzentrative Selbstentspannung" genannt: Durch gezielte Konzentration werden das Gehirn und das Vegetative Nervensystem positiv beeinflusst. So gelangt man zur inneren Ruhe, zu mehr Gelassenheit und Ausgeglichenheit. Das Autogene Training sollte regelmäßig durchgeführt werden. Krankenkassen, Ärzte, Psychologen und auch Volkshochschulen lehren das Autogene Training.
Yoga ist keine Methode, sondern eine Philosophie, die auf religiösen Traditionen aus Indien beruht. Über acht Elemente soll sie zur erlösenden Erleuchtung führen. Yoga bedeutet, eine andere Selbsteinstellung zu gewinnen und sollte idealerweise mit einem Yoga-Lehrer erarbeitet werden. Bestimmte Elemente des Yogas eignen sich zur Selbsthilfe gegen Kopfschmerz. Auch zum Erlernen von Yoga gibt es zahlreiche Angebote (Gelbe Seiten, Internet).
Oft tut man es ganz automatisch: Man reibt sich die Schläfen, wenn der Kopf wieder mal weh tut. Leider zumeist nicht richtig und auch nicht lange genug.

Legen Sie die Fingerspitzen von Zeige- und Mittelfinger an Ihre Schläfen. Massieren Sie nun Ihre Schläfen mit kreisenden Bewegungen. Üben Sie dabei einen leichten Druck aus. Wichtig: Mindestens fünf Minuten lang massieren. Statt der Fingerspitzen können Sie dazu auch die Handballen benutzen. Umfassen Sie anschließend den Kopf so, dass Zeige- und Mittelfinger bis zur Stirn reichen und die Daumen am Hinterkopf ansetzen. Massieren Sie mit Daumen und den Fingern diese Kopfpartien.
http://www.kopfschmerzen.de – (letzte Aktualisierung: 23.07.2008)