ASS wird vor allem bei Entzündungsschmerzen eingesetzt, da es entzündungshemmend, fiebersenkend und auch schmerzstillend wirkt. ASS hemmt die Bildung von bestimmten Gewebshormonen, den Prostaglandinen, die verschiedene Funktionen im Körper ausüben. Sie verursachen typische Entzündungssymptome, wie Rötung, Schwellung, Schmerz etc. ASS gehört zu den ältesten bekannten heute noch angewendeten Schmerzmitteln. Die Hemmung der Prostaglandine verhindert jedoch auch den Selbstschutz des Magens, so dass bei höheren Dosierungen und häufigen Einnahmen Magen-Darm-Probleme regelmäßig auftreten.
Paracetamol wirkt vor allem schmerzstillend und auch fiebersenkend, da es direkt ins Wärmezentrum eingreift. Gegen Entzündungen zeigt Paracetamol keine nennenswerte Wirkung. Der Wirkmechanismus für die schmerzstillende Wirkung ist nicht eindeutig geklärt. Paracetamol scheint eine ähnliche Wirkweise wie ASS zu haben. Es ist bei richtiger Dosierung sehr gut verträglich und hat kaum Nebenwirkungen. Bei Überdosierung kann es zur Schädigung der Leber kommen.
Koffein verstärkt die Wirkung der ASS-Paracetamol-Kombination. Darüber hinaus verengt Koffein die Hirngefäße und leistet so bei bestimmten Kopfschmerzarten (z.B. Migräne) zur Schmerzstillung einen eigenen Beitrag. In Deutschland trinkt man im Durchschnitt 2,5 Tassen Kaffee am Tag und nimmt damit ca. 250 Milligramm Koffein zu sich. In Schmerzmitteln sind durchschnittlich nur ca. 50 mg Koffein enthalten. Koffein steigert die Leistungsfähigkeit der meisten Menschen, kann aber bei zu großem Konsum zur inneren Unruhe, Herzjagen oder Schlaflosigkeit führen.
Ibuprofen hat entzündungshemmende, schmerzstillende sowie fiebersenkende Eigenschaften. Häufig wird es bei der Therapie entzündlicher Erkrankungen sowie zur kurzfristigen Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen eingesetzt. Es gehört zu den besser verträglichen sogenannten NSAR (nicht-steroidale Anti-Rheumatika). Bei längerer Anwendung oder bei Überempfindlichkeit kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen.
Diese Präparate kombinieren einige Wirkstoffe miteinander, um so die Dosierung der Einzelwirkstoffe reduzieren zu können. Diese Reduktion senkt erheblich die dosisabhängigen Nebenwirkungen und trägt somit entscheidend zur Verbesserung der Verträglichkeit bei. Dies sind Gründe, warum die Fachgesellschaften in Deutschland (Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft, Deutsche Gesellschaft für Neurologie) und den USA (US Headache Consortium) bestimmte Kombinationspräparate (wie z. B. ASS + Paracetamol + Koffein) als Mittel der ersten Wahl empfehlen.
http://www.kopfschmerzen.de – (letzte Aktualisierung: 23.07.2008)