Gezielte Druckmassage bestimmter Körperpunkte, stammt aus der traditionellen
chinesischen Heilkunst.
Akupunktur
Bei der Akupunktur handelt es sich um ein "Gegenirritationsverfahren", das
seine Geschichte im alten China begann. In Deutschland sind mittlerweile
nahezu flächendeckend entsprechend ausgebildete Ärzte vorhanden. Der
wissenschaftliche Hintergrund konnte bisher nicht eindeutig belegt werden.
Analgesie
Schmerzunempfindlichkeit
Analgetika
Medikamente gegen Schmerzen. Schmerzmittel.
Analgetika-induzierter Kopfschmerz
Unsachgemäße Schmerzmitteleinnahme kann selbst Kopfschmerzen auslösen – man
spricht auch von einem substanzinduzierten Kopfschmerz.
Biofeedback
Elektroden messen die
Muskelaktivität und geben über einen Bildschirm oder einen Tongenerator eine
Rückkopplung. So kann man An- und Entspannung lernen zu kontrollieren.
Bluthochdruck
Der Blutdruck ist eine im Tagesverlauf sehr stark schwankende Größe, da er
sich auch der körperlichen Belastung anpasst. Werte bis 135/90 mm Hg gelten
als normal. Der Blutdruck sollte in Ruhe gemessen werden. Messungen beim
Arzt fallen wegen der unbewussten Aufregung
meist zu hoch aus.
Auch Bluthochdruck kann zu Kopfschmerzen führen.
Cluster-Kopfschmerz
Sehr seltene Kopfschmerzform: Starke bis stärkste Schmerzen schießen
mehrfach am Tag meist in eine Gesichtshälfte ein; die Betroffenen berichten
oft, es sei wie "ein Messer im Kopf".
Diagnostik
Der Schwerpunkt bei der Diagnostik liegt auf der Anamnese – das heißt, der
Arzt befragt den Patienten genau nach Symptomen und Verlauf der
Kopfschmerz-Erkrankung. Eine apparative Diagnostik wird nur nötig, wenn
der Arzt den Verdacht hat, dass der Kopfschmerz eventuell das Symptom einer
anderen Erkrankung sein kann.
Durchblutungsstörungen
Bei einer mangelhaften Durchblutung kommt es in dem betroffenen Gewebe zu
einem Sauerstoffmangel. Dies entsteht beispielsweise bei einer Verengung der
Blut zuführenden Arterien (Arteriosklerose). Durchblutungsstörungen führen
auch zu einer Unterversorgung des betroffenen Gewebes mit Nährstoffen; auch
Stoffwechselprodukte werden nicht mehr ausreichend abtransportiert und
können mit ihrer somit höheren Konzentration das Gewebe weiter schädigen.
Durchblutungsstörungen führen eigentlich nicht zu Kopfschmerzen. Das weiß
man von Beobachtungen an Patienten, die einen Schlaganfall erlitten haben.
Dennoch kann es bei der Minderdurchblutung bestimmter Hirnabschnitte zu
chronischen Kopfschmerzen kommen. Der Nachweis ist schwierig, die Existenz
hypothetisch.
Entspannungstraining
Es gibt zahlreiche Methoden zum Erlernen von Entspannung, z. B. Yoga, Autogenes Training,
Muskelrelaxation nach Jacobson. Die Fähigkeit sich bewusst zu entspannen, kann
Kopfschmerzattacken mildern.
Entzugskopfschmerzen
Diese treten beim Absetzen von Kopfschmerzmedikamenten ein, die zu häufig eingenommen wurden.
Eine Absetzbehandlung (ambulant oder stationär) unter ärztlicher Aufsicht ist nötig.
Ebenfalls als Entzugskopfschmerz bekannt ist der "Kater". Wasser- und Elektrolytverschiebungen führen zu
diesen Bagatellkopfschmerzen.
Fehlsichtigkeit
Lassen Sie Ihre Augen regelmäßig durch einen Augenarzt oder Optiker prüfen.
Wer seine Fehlsichtigkeit nicht korrigiert, überanstrengt seine Augen. Dies kann zu
Kopfschmerzen führen.
Halswirbelsäule
Eine Verspannung der Halswirbelsäule wird häufig als Ursache für Kopfschmerz und Migräne angesehen.
Bisher ist dies jedoch nicht eindeutig geklärt. Selbst eine dauerhafte Behandlung von sog. HWS-Veränderungen
zeigt nur nicht zufriedenstellende und meist nicht lang anhaltende Ergebnisse.
Hirntumor
Häufigste Angst bei Kopfschmerzpatienten – aber seltenste Ursache von Kopfschmerzen.
Alle anderen Symptome eines Tumors (Lähmungen, Taubheitsgefühle, Sprachstörungen,
Wesensveränderungen, Beeinträchtigung der Wachheit und Intelligenz u.a.)
treten viel schneller und deutlicher auf.
Hormone
Hormone sind körpereigene Botenstoffe, die bestimmte Schaltfunktionen im
Körper haben. Weibliche Sexualhormone regulieren mit ihren regelmäßigen
Schwankungen beispielsweise das Auslösen der Monatsblutung. Diese
Hormonschwankungen können, auch wenn sie völlig normal sind, der Auslöser
von Migräne sein.
Infektionen
Infektionen (z.B. grippaler Infekt) können durch Viren oder Bakterien verursacht werden.
Sie führen häufig zu Kopfschmerzen.
Kombinationspräparate
Fixe Kombinationen verschiedener Wirkstoffe. Aufgrund der Potenzierung der Einzelwirkstoffe ist
eine geringere Dosis der einzelnen Substanzen notwendig. Dies verbessert die Verträglichkeit.
Kopfschmerz durch äußeren Druck
Auslöser sind oft einfach erkennbare Ursachen, wie beispielsweise Schwimmbrillen oder zu enge Mützen.
Der Kopfschmerz kann auch nach Entfernung noch über Stunden anhalten.
Kopfschmerz durch Kälte
"Eiscremekopfschmerz", kurz anhaltender starker Kopfschmerz.
Kopfschmerz bei sexueller Betätigung
Große Dunkelziffer, darüber spricht man nicht gern. Kann zu
Vermeidungsverhalten führen. Eine ärztliche Konsultation bei einem Fachmann
ist empfohlen.
Kopfschmerz vom Spannungstyp
Meist beidseitig drückender, nicht pulsierender Kopfschmerz, der in der Regel
weder Übelkeit noch Erbrechen auslöst.
Magnesium
Kann als prophylaktisches Präparat bei der Migräne wirksam sein; benötigt
werden dann allerdings tägliche Dosen von bis zu 600 mg.
Medikamentenmissbrauch
Der nicht bestimmungsgemäße, zu häufige Einsatz von Medikamenten kann zum
Missbrauch werden.
Menstruelle Migräne
Aufgrund der hormonellen Veränderungen kann es während der Menstruation
verstärkt zu Migräne kommen.
Migräne
Meist einseitiger, pulsierender Kopfschmerz, der mit Übelkeit und Lichtscheue
einhergehen kann. Der Kopfschmerz verstärkt sich bei körperlicher Aktivität.
Neurotransmitter
Körpereigene Botenstoffe, die u. a. für die subjektive Schmerzempfindlichkeit verantwortlich sind.
Östrogene
Östrogene sind weibliche Geschlechtshormone und spielen eine wichtige Rolle
im Menstruationszyklus (z. B. Eireifung) und während der Schwangerschaft.
Primäre Kopfschmerzen
Bei den sogenannten primären Kopfschmerzen handelt es sich um eine
Erkrankung, bei der der Kopfschmerz selbst die einzige Störung ist, die man
erfassen und nachweisen kann. Der Kopfschmerz selbst ist also die Krankheit.
Er ist kein Symptom für eine andere Krankheit. (Siehe auch sekundäre
Kopfschmerzen)
Prophylaxe
Medikamentöse oder nichtmedikamentöse Maßnahmen zur Gesunderhaltung.
Schleudertrauma
Bei einem Schleudertrauma kommt es zu kleinsten Verletzungen und Einblutungen in Muskeln und
Sehnen. Es entsteht ein hartnäckiger Kopfschmerz.
Schmerz
Schmerz (Definition in Anlehnung an die IASP – International Association for
the Study of Pain) ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit
aktueller oder potentieller Gewebeschädigung verknüpft ist oder mit
Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird.
Schmerzschwelle
Bezeichnung für die individuelle Schwelle von Reizen, bei deren Überschreiten
Schmerz wahrgenommen wird.
Schmerztoleranz
Bezeichnung für die stärksten Schmerzen, die eine Person subjektiv ertragen kann.
Sekundäre Kopfschmerzen
Sekundäre Kopfschmerzen sind das Symptom für eine andere Krankheit -
beispielsweise Kopfschmerz bei einer Nasen-Nebenhöhlen-Entzündung oder
bei einer Augenerkrankung.
Trigger
Auslösefaktoren, z. B. für einen Migräneanfall, am bekanntesten hier:
Witterungswechsel, Menstruation.