Hallo,
ich habe/hatte die von verschiedenen genannten Symptome ebenfalls und bin beim Googlen auf diesen Thread gestossen. Leider (was ja auch schon bemängelt wurde) schreiben jedoch relativ wenige, welchen Verlauf die "Sache" bei ihnen genommen hat. Aus diesem Grund (ggfs. hilft es ja dem ein oder anderen), möchte ich gerne über meine Erfahrungen berichten:
Zu meiner Vorgeschichte: Ich bin 45, treibe wenig/keinen Sport, bin (leicht) übergewichtig und arbeite im Büro (= keine körperliche Beanspruchung).
Mitte September waren wir im Urlaub, in dem ich eine schon vorher eingefangene Erkältung (das Übliche: Husten, Schnupfen, Heiserkeit) auskuriert habe. Während der Rekonvaleszenz fingen die hier schon häufiger geschilderten Symptome ("kurze" starke Beanspruchung, wie Treppen "rennen", aus dem Stand stramm "losradeln" oder auch beim hier schon thematisierten Beischlaf...) an: Stechende Kopfschmerzen - die ersten Tage im Stirnbereich (einschl. Druckgefühl in den Augen) - später kam dann auch ein stechender Schmerz im Hinterkopf (bis runter in den Nacken) dazu. Die Schmerzen gingen sehr langsam (über Stunden) zurück.
Für mich in sofern eine "neue" Erfahrung, da ich bislang keine Probleme mit Kopfschmerzen hatte. Bisher hatte ich (ausser nach übermäßigem Alkoholgenuss ;-) und auch dann nur sehr selten) noch nie Kopfschmerzen. Auch bei Erkrankungen nicht.
Da mich die Kopfschmerzen wahnsinnig machten und ich aufgrund der Erkältung davon ausging, es handele sich um eine Stirnhöhlenentzündung, bin ich noch im Urlaub zu einem HNO gegangen. Die erfolgte Ultraschalluntersuchung war jedoch ohne Befund.
Daraufhin habe ich diesen Thread hier gefunden und mir überlegt, was ich nun machen sollte. Da mir die Vorschläge (Neurologe, Orthopäde) mit zu langer Wartezeit verbunden waren (ich bin Kassenpatient...) und die Betroffenen in diesem Thread weitestgehend nur berichteten, dass sie es gemacht hätten/machen würden, jedoch kaum einer berichtete, dass sich der gewünschte Erfolg einstellte, habe ich beschlossen, mit einem medizinischen Masseur "anzufangen", den mir ein Bekannter empfohlen hat.
Diese Sitzung war äußerst schmerzhaft, da offensichtlich meine Nacken- und Rückenmuskeln extrem verspannt waren und der Masseur sie "weichgerieben" hat.
Bereits am nächsten Tag (noch während des Muskelkaters...) hatte ich in sofern den Eindruck, dass die Beschwerden abnahmen, dass sich bei Belastung die Schmerzen "ankündigten", soll heissen, ich merkte einen leichten, stechenden Schmerz, der aber nachließ, wenn ich mich zurücknahm. Vorher haben mich die Schmerzen unvermittelt und mit voller Wucht "überrascht".
Zwischenzeitlich sind sieben Tage (und zwei weitere Sitzungen) vergangen und (abgesehen vom Muskelkater nach der Massage) bin ich weitestgehend beschwerdefrei. Der Masseur sagte, dass noch ein, zwei Sitzungen erforderlich wären, um die akuten Verhärtungen im Rücken-/Nackenbereich vollständig "aufzulösen" und das es durchaus sein kann, dass die Sympotome (Kopfschmerzen) ihre Ursache in den "chronischen" Verspannungen haben, die oft auch Nervenirritationen hervorrufen.
Nun zur Information ein paar Takte zu den Kosten (finde ich nicht ganz unwichtig und habe es in diesem Thread bislang ein wenig vermisst): Da ich - wie bereits gesagt - Kassenpatient bin, und keine Lust/Zeit hatte, mich mit Orthopäden und Krankenkassen (mit zweifelhaftem Erfolg) rumzuärgern, um entsprechende Sitzungen verschrieben zu bekommen, bezahle ich die Massagen à € 20.- aus eigener Tasche. Barzahlung hat zudem den Vorteil, (ist zwar "asozial", ist aber so...) dass die Vergabe passender Terminen recht flexibel und kurzfristig funktioniert...
Ich will nun nicht behaupten, dass die medizinische Massage das Allheilmittel für alle darstellt - mir hat es jedoch extrem geholfen. Ich gehe davon aus, dass meine Probleme nun "Geschichte" sind und plane, nach Beendigung der akuten "Schmerztherapie" am Ball zu bleiben und mich vielleicht zukünftig ein Mal im Monat durchkneten zu lassen (und ein wenig mehr Sport zu treiben...).
Da man mit einer (medizinische!) Massage durch entsprechend ausgebildetes Personal im Prinzip nichts falsch macht, würde ich "den hier versammelten" Betroffenen empfehlen, dies einmal zu versuchen, sollten andere Behandlungen nicht anschlagen. Eine entsprechende Verbesserung/Linderung der Symptome habe ich bereits nach ein bis zwei Sitzungen festgestellt. Man muss also nicht hundert Mal hinrennen, um dann erst zu merken, dass es nix bringt. In sofern ist es auch finanziell überschaubar.
Ich hoffe, ich konnte dem ein oder anderen helfen.