Thema: Migräne / Operation / Erfahrungsberichte -ggf.Vorlage öffentl.Stellen-
Liebe Mitbetroffene
Wie aus vielen Mails ersichtlich ist gibt es einige Schwierigkeiten bei der Anerkennung der Migräne-Operation durch bestimmte Krankenkassen (KK). Auch meine KK (DAK) hat eine Kostenübernahme bisher verweigert, eine Anfechtungsklage beim Sozialgericht läuft.
Damit nicht jeder Betroffene für sich alleine um die Anerkennung des positiven Erfolges der Migräne-Operation kämpfen muss möchte ich euch vorschlagen, hier Erfahrungsberichte nach Operation zu sammeln. Diese könnten dann bei Bedarf den einzelnen Stellen (z.B. bei Widerspruch KK ...) vorgelegt werden.
Im Schriftverkehr stehe ich mit unserer Erkrankung z.Zt. mit dem Bundesministerium für Gesundheit, werde euch hierüber auf dem Laufenden halten.
Evtl. wäre eine Sammelklage oder sogar ein Musterprozess anstrebenswert, werde mich darüber informieren.
Bitte tragt in einer Kurzversion eure Erfahrung ein. Anbei meine Kurzversion.
Endlich schmerzfreier leben !
Ich bin seit 1993 Migränepatient. Von 1993 bis letztes Jahr habe ich alles in meinem Rahmen mögliche versucht (neurolog. Konsil, Schmerzarzt, Akkupunktur, chinesische Heilkräuter, Quigong, Entspannungstherapie nach Jacobson, Elektromagnetresonanztherapie, Milch-Brötchen-Ernährung...), um von den Schmerzen loszukommen bzw. diese zu verringern. Ich habe bis zu 24 Triptane und manchmal zusätzlich rezeptfreie Schmerzmittel im Monat benötigt um einigermassen arbeits-, leistungsfähig zu bleiben, ich meldete mich selten krank, fehlte meistens nur einen Tag um keine Krankmeldung zu benötigen, aber meistens versuchte ich meine Arbeit irgendwie zu erledigen bei offenem Fenster und ohne Licht. Fehler habe ich dann am nächsten Tag korrigiert. Dann wurden mir im Rahmen der Gesundheitsreform im September 2007die Tbl. auf 6 pro Monat reduziert. So war ich gezwungen, mich nach Alternativen umzusehen. Und so kam ich zur operativen Migränebehandlung. Diese ist nicht für alle Migränearten anwendbar. Deshalb erfolgte eine Vorbehandlung mit positivem Erfolg und daraufhin eine operative Behandlung (Durchtrennung des Muskels Corrugator) im Migräne-Chirurgie-Zentrum Berlin bei Dr. Mühlberger im Januar 2008, nach welcher ich nur noch 3 - max. 6 Triptane im Monat benötige. Meine Arbeitsfähigkeit hat sich vervielfacht. Meine Lebensqualität ist so enorm gestiegen, dass es wieder schön ist zu leben.
Wer Interesse hat kann sich gerne unterschiedliche Meinungen von Mitbetroffenen im Migräne Forum http://www.kopfschmerzen.de/bbs/viewforum.php?id=3 anschauen.
Migräne-Patienten, welche bei der DAK versichert sind, sollten z.Zt. vor einer OP die Kasse wechseln, da die DAK als einzige? Krankenkasse die Kosten für eine Migräne-OP nicht übernimmt.
Es sollte IMMER vor einer Behandlung (egal ob OP oder konservative Versorgung) die Frage der Kostenübernahme durch die Kasse geklärt sein, lasst euch nicht mit dem Satz "Stellen Sie den Antrag und lassen Sie die Behandlung durchführen, es dürften sich keine Schwierigkeiten bei Übernahme der Kosten ergeben" abspeisen, sondern beginnt eine Behandlung erst, wenn die Kostenübernahme schriftlich genehmigt ist.
Liebe Grüsse und schmerzfreiere Tage wünscht euch ivonne