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Migräne - ich weiß nicht mehr weiter!

Hallo,

vor ca. 7 Jahren fing alles mit leichten Kopfschmerzen an, inwzischen leide ich fast täglich unter Kopfschmerzen und jedes Wochenende so stark, dass ich es fast nicht mehr aushalte.
Es vergeht kein Wochenende an dem ich pünktlich Samstag morgen mit Kopfschmerzen aufwache. Sollte dies nicht der Fall sein, bekomme ich spätestens Samstag Abend Kopfschmerzen. Den Sonntag verbringe ich dann mit Eisbeutel auf der Stirn im Bett. Dann schwächt es die Woche über Tag für Tag ab und am Samstag geht es wieder von vorne los.

Alles was mein Hausarzt dazu sagt ist: Sie haben Migräne - damit müssen Sie leben, da ist nichts zu machen.
Ich bekomme Triptane, die ich aber nur im Notfall nehme u. wenn ich die Möglichkeit habe, mich für 2 Stunden ins Bett zu legen, da die Tabletten mich so umhauen u. mir den "des Kopf ausbrennen".
Zudem helfen selbst die Hämmer nur wenn ich Glück habe. Alle anderen "normalen" Schmerzmittel habe ich schon ausprobiert - nichts hilft mehr.

Ich habe mich zu einem Neurologen überweisen lassen, der mich ein paar mal zum Kernspin geschickt hat, da ich vor 2 Jahren einen Verkehrunfall hatte, bei dem ich ein Schleudertrauma und eine geprellte Halswirbelsäule erlitt.
(Leider) wurde nichts festgestellt.

Wenn ich Kopfschmerzen habe, habe ich aber auch immer Verspannungen im Nacken. Trotzdem habe ich nur an der Stirn Kopfschmerzen. Mal die rechte Seite, mal die Linke. Und meistents wandern die Schmerzen dann nach Tagen auf die andere Seite. Auch hinter dem Auge drückt es dann richtig doll.
Sonntags sind die Schmerzen dann meistens so groß, dass ich das Gefühl habe die ganze Gesichtshälfte schon nicht mehr zu spüren.

Mir ist auch aufgefallen, dass ich die Kopfschmerzen zu 90% Nachts bekomme. Also ich wache morgens mit Kopfschmerzen auf.
Daraufhin habe ich mir eine gute neue Matratze gekauft, ein neues verstellbares Lattenrost, sowie ein ergonomisches Kissen.
Leider auch ohne Erfolg.

Inzwischen sinkt die Lebensqualität so sehr (gerade am Wochenende wo man endlich mal frei hat), dass es mich einfach nur noch depremiert und ich endlich jemanden brauche der mir hilft und nicht nur Tabletten verschreibt. :-(

Gibt es irgendwelche Migränespazialisten an die man sich wenden kann?
Ich habe schon von der AthlantoTec-Methode gehört, die den Atlas-Wirbel wieder richtet, sollte dieser verschoben sein. Allerdings habe ich hierüber noch keine Erfahrungsberichte gefunden bzw. erhalten.

Ich möchte endlich wieder ein normales Leben - ohne Kopfschmerzen.

Vielen Dank für Eure Antworten.

Verzweifelte Grüße
Sabrina

Kommentare

  • Hallo Sabrina,

    Migränespezialisten und Kopfschmerzambulanzen findest Du hier:
    http://www.dmkg.de/links/links.html

    Wie sieht es mit einer Prophylaxe aus?

    Ggf. könnte Dir auch ein stationärer Aufenthalt in einer KS-Klinik helfen.

    Alles Gute und viel schmerzfreie Zeit
  • Hallo Sabrina!
    Das was Du hast ist keine Migräne das sind Entspannungskopfschmerzen. Ich kenne das zur Genüge aber ich habe es zum Glück habe ich es nicht so schlimm wie Du. Diese Kopfschmerzen entstehen wenn sich bei Entspannungsphasen die Blutgefäße im Kopf weiten. Wenn Du schläfst und am Wochenende vielleicht länger als in der Woche schläfst, dann schaltet Dein Körper automatisch in diese Entspannungsfunktion, weil das ein ganz normaler regenerativer Prozeß ist. Das Dumme ist nur das dieser Prozeß bei bestimmten körperlichen Veranlagungen Schmerzen hervorrufen kann.
    Wie man dem begegnen und dauerhaft schmerzfrei sein kann weiß ich nicht. Ich versuche eben so gut es geht die Entspannungsphasen einzukürzen. D. h. am Wochenende nicht zu lange schlafen, keinen Mittagschlaf, wenn es mal anfängt zu drücken Gartenarbeit oder andere Bewegung. Aber vor einem möchte ich unbedingt warnen, sich total auszupowern bringt gar nichts. Irgendwann macht der Körper dann schlapp und ist total erschöpft und dann nimmt er sich die Auszeit und die Kopfschmerzen kommen mit voller Wucht.
    Wichtig wäre es auch, wenn Du mal Deinen Blutdruck kontrollierst. Ich habe zu niedrigen Blutdruck, d. h. eh schon viel zu weite und zu große Blutgefäße. Normalerweise ist das ja sehr positiv aber bei diesen Kopfschmerzen ist es total schlecht.
    Triptane bewirken ein Zusammenziehen der Blutgefäße, aber wie Du schon ganz richtig erkannt hast, sind die Nebenwirkungen drastisch. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß es beim Nachlassen der Wirkung wieder zur Weitung der Blutgefäße kommt und die Kopfschmerzen fangen wieder an.
    Es ist echt nicht leicht mit so was zu leben aber irgendwie muß es gehen.
    Vor allen Dingen mußt Du alles meiden was eine Weitung der Blutgefäße hervorrufen kann, z. B. Alkohol auch in kleinsten Mengen, kein Saunabesuch, keine Zigaretten (Nikotion bewirkt zwar ein Zusammenziehen der Blutgefäße - aber die wenn die Wirkung nachläßt weiten sie sich auch wieder). Nimmst Du irgendwelche Tabletten? Die meisten Tabletten bewirken eine Weitung der Blutgefäße. Deshalb kann ich z. B. keine Pille nehmen. Die meisten Tabletten haben auch als Hauptnehmenwirkung Kopfschmerzen (Beipackzettel lesen!), deshalb ist für mich fast alle Tabletten außer Triptanen und Ibuprofen tabu.
    Ich hoffe Dir damit etwas weiter geholfen zu haben.
    Liebe Grüße von
    Lily
  • Hallo,

    such mal einen Osteopathen auf; die helfen ganzheitlich und sind ihr Geld wert!
    Liebe Grüße
  • hallo, ich bin hier zum ersten mal.ich würde eher denken an einem koffeinentzugskopfschmerz.da man am wochenende später aufsteht, kann eine plötzliche reduzierung von koffein bei empfindlichen personen einen kopfschmerz auslösen.vielleicht solltest du am freitagabend noch eine tasse kaffee trinken?
    ich möchte auch über meine erfahrungen berichten, vielleicht können andere betroffenen damit geholfen werden.
    vor 3 jahren habe ich in der website der amerikanischen mayo-clinic über eine geplante einführung eines kombinationspräparates (80 mg sumatriptan + 500 mg naproxyn) gelesen. inzwischen ist das medikament in den usa auf dem markt.zur zeit laufen in rostock (uni-klinik) studien mit diesem medikament.
    da ich nicht zufrieden war mit den vorhandenen möglichkeiten (z.B. wiederkehr der schmerzen am nächsten tag) habe ich dies ausprobiert. ich habe allerdings schnell festgestellt,dass die dosierung von 80 mg triptan viel zu hoch war, für mich reicht 25 mg sumatriptan.ich kombiniere dies nicht nur mit 500 mg naproxyn (ist ja rezeptpflichtig), aber auch mit gleicher wirkung mit 2 x 500 mg paracetamol oder mit 600 mg ibuprofen oder mit 2 x paracetamol/aspirin/koffein je 500 mg). der schmerz ist bei allen kombinationen komplet verschwunden nach 60 bis 75 minuten.
    eine geringere dosierung von triptane ist mir lieber,da triptane nicht ohne risiko sind (verengung der herzkranzgefässe z.B.).
    ich würde mich freuen bei gelegenheit zu erfahren,ob diese kombination auch bei anderen so wirksam ist.
  • ich habe vergessen darauf hinzuweisen, dass einzeln eingenommen, also entweder sumatriptan 25 mg, oder 2x 500 mg paracetamol, oder 600 mg ibuprofen oder 2x 500 mg paracetamol/aspirin/koffein bei mir NICHT wirksam sind.
    ich leide seit 9 jahren an migräne.ich war damals schon 54 jahren alt.diese späte beginn ist ungewöhnlich.ich vermute selber einen zusammenhang mit einer zu hohen dosierung eines oestrogen-präparates. nach einem schweren verkehrsunfall mit kopf/hirn verletzungen hatte ich 15 monaten keine migräne-anfälle.hat jemand schon mal irgendwo ähnliches gehört oder gelesen?
  • SummerGirl schrieb:
    Hallo,

    vor ca. 7 Jahren fing alles mit leichten Kopfschmerzen an, inwzischen leide ich fast täglich unter Kopfschmerzen und jedes Wochenende so stark, dass ich es fast nicht mehr aushalte.
    Es vergeht kein Wochenende an dem ich pünktlich Samstag morgen mit Kopfschmerzen aufwache. Sollte dies nicht der Fall sein, bekomme ich spätestens Samstag Abend Kopfschmerzen. Den Sonntag verbringe ich dann mit Eisbeutel auf der Stirn im Bett. Dann schwächt es die Woche über Tag für Tag ab und am Samstag geht es wieder von vorne los.

    Alles was mein Hausarzt dazu sagt ist: Sie haben Migräne - damit müssen Sie leben, da ist nichts zu machen.
    Ich bekomme Triptane, die ich aber nur im Notfall nehme u. wenn ich die Möglichkeit habe, mich für 2 Stunden ins Bett zu legen, da die Tabletten mich so umhauen u. mir den "des Kopf ausbrennen".
    Zudem helfen selbst die Hämmer nur wenn ich Glück habe. Alle anderen "normalen" Schmerzmittel habe ich schon ausprobiert - nichts hilft mehr.

    Ich habe mich zu einem Neurologen überweisen lassen, der mich ein paar mal zum Kernspin geschickt hat, da ich vor 2 Jahren einen Verkehrunfall hatte, bei dem ich ein Schleudertrauma und eine geprellte Halswirbelsäule erlitt.
    (Leider) wurde nichts festgestellt.

    Wenn ich Kopfschmerzen habe, habe ich aber auch immer Verspannungen im Nacken. Trotzdem habe ich nur an der Stirn Kopfschmerzen. Mal die rechte Seite, mal die Linke. Und meistents wandern die Schmerzen dann nach Tagen auf die andere Seite. Auch hinter dem Auge drückt es dann richtig doll.
    Sonntags sind die Schmerzen dann meistens so groß, dass ich das Gefühl habe die ganze Gesichtshälfte schon nicht mehr zu spüren.

    Mir ist auch aufgefallen, dass ich die Kopfschmerzen zu 90% Nachts bekomme. Also ich wache morgens mit Kopfschmerzen auf.
    Daraufhin habe ich mir eine gute neue Matratze gekauft, ein neues verstellbares Lattenrost, sowie ein ergonomisches Kissen.
    Leider auch ohne Erfolg.

    Inzwischen sinkt die Lebensqualität so sehr (gerade am Wochenende wo man endlich mal frei hat), dass es mich einfach nur noch depremiert und ich endlich jemanden brauche der mir hilft und nicht nur Tabletten verschreibt. :-(

    Gibt es irgendwelche Migränespazialisten an die man sich wenden kann?
    Ich habe schon von der AthlantoTec-Methode gehört, die den Atlas-Wirbel wieder richtet, sollte dieser verschoben sein. Allerdings habe ich hierüber noch keine Erfahrungsberichte gefunden bzw. erhalten.

    Ich möchte endlich wieder ein normales Leben - ohne Kopfschmerzen.

    Vielen Dank für Eure Antworten.

    Verzweifelte Grüße
    Sabrina

    Hallo,
    man sollte nicht für möglich halten welche Symptome man bekommen kann wenn der erste Halswirbel(Atlas) nicht in der richtigen Position sitzt.
    Schaut Euch doch mal die Seite www.atlasreflex.de an.
    Ist wirklich erstaunlich.Kann aus eigener Erfahrung sprechen.
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