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Chronischer Druckschmerz an Stirnhöhle und Schläfe

Hallo !
Meine Mutter hat schon seit Jahren chronische Kopfschmerzen im Stirnhöhlenbereich und an den Schläfen. Nunmehr ist quasi ein Dauerzustand eingetreten. Der Kopfschmerz geht nicht mehr weg. Wir waren mit ihr beim Neurologen, der zwischenzeitlich auch keinen Rat mehr weiss, außer andere Schmerzmittel zu verschreiben. Aber die sind m.E. ja keine Lösung des Problems. Es wurde ein CT gemacht, es ist nichts außergewöhnliches feststellbar. Allein, dass die Stirnhöhle wohl im Vergleich zum Durchschnitt etwas größer sein und sich hier möglicherweise zu viel Gehrinwasser befindet, welches Druck erzeugt. Aber das ist auch nur eine Vermutung vom Arzt.
Hat irgendjemand speziell mit diesem Problem Erfahrungen ? Und einen Eingriff/ Ablassen eines Teiles des Gehirnwassers schon durchführen lassen ?

Ansonsten erwägen wir jetzt auch noch andere Ärzte oder eine Schmerzklinik aufzusuchen. Kennt jemand gute Neurologen oder eine Schmerzklinik im Postleitzahlengebiet 87.... Ihr Könnt mir auch gerne per E-Mail auf hoertho1@gmx.de antworten.

Kommentare

  • Ich (37) war selber von Kopfschmerzen betroffen, seit ich Teenager bin. Ich war nun kurz nach Weihnachten bei einem Optiker in München, der mir von einer Freundin wegen meiner Kopfschmerzen empfohlen wurde. Anfangs war ich sehr skeptisch, da ich schon zig mal bei verschiedenen Augenärzten waren und immer alles ok war. Herr Thoma, der Optiker, hat bei mir dann eine Winkelfehlsichtigkeit gemessen und für mich eine Brille gemacht. Die habe ich nun seit einer Woche und bin seither, ich kanns noch immer nicht glauben, kopfschmerzfrei. Ich kann diese Untersuchung nur jedem empfehlen, wenn die Ärzte nicht weiter kommen, wie bei mir.
    Markus
  • Zum Thema kopiere ich mal einen Beitrag aus meinem Forum, es geht über ein Buch von Jörg Tischer, ebenfalls Augenoptiker, der sich speziell damit beschäftigt hat:


    Titel: "Kopfschmerz und Migräne müssen nicht sein"
    48 Seiten, handliches Broschürenformat; viele Abbildungen.

    Die These: Kopfschmerzen und Migräne können ihre Ursache bei einigen Patienten in einer bestimmten Form der Fehlsichtigkeit haben (gemeint sind nicht Weit- oder Kurzsichtigkeit, die natürlich - unkorrigiert - auch zu Kopfschmerzen führen können).

    Genauer gesagt in einer Störung des binokularen Sehens. Binokular = beidäugig.
    Normalerweise läuft das Sehen so ab: das rechte und das linke Auge fixieren jedes für sich einen Gegenstand/Bild etc.., die beiden Bilder werden im Gehirn in Einklang gebracht, so dass wir nicht zwei getrennte Bilder, sondern nur EINES wahrnehmen.
    Optimalerweise richten sich beide Augen im identischen Winkel und durch die gleiche Anstrengung der Augenmuskeln auf das wahrzunehmende Bild.

    Bei vielen Menschen sind aber die Augäpfel nicht identisch ausgerichtet, so dass das eine Auge, das sozusagen aus der Reihe tanzt, mit größerer Anstrengung in die richtige Position gebracht werden muss: das erfordert und/oder mehr Muskelkraft oder wird "sensorisch" ausgeglichen (das kann Jörg hoffentlich in einfachen Worten erklären - ich leider nicht).

    Durch diesen ständigen Versuch, einen Ausgleich zu schaffen, werden alle Tätigkeiten, die mit dem Sehen verbunden sind, für die betroffene Person anstrengender. Diese Anstrengung wiederum kann die Ursache für Kopfschmerzen und - so der Autor - auch Migräne sein.

    In der Broschüre wird das alles anhand von Zeichnungen erklärt; sehr praktisch ist der Teil mit ein paar einfachen Selbsttest - dazu wird eine spezielle "Brille" mit einer roten und einer grünen Folie mitgeliefert (wie die 3-D-Brillen).

    Meinem ersten Eindruck nach komme ich zu dem Schluss, dass durch diese Art der Fehlsichtigkeit ganz ohne Zweifel Kopfschmerzen auftreten können, meiner Meinung nach aber keine Migräne. Das darf man nicht immer zusammenwerfen. Migräne ist nun mal eine neurologische Erkrankung und ihr Entstehen ist zu komplex als dass man es auf nur einen Auslöser zurückführen könnte. Symptome, die bei Migränikern auftreten wie Lichtempfindlichkeit oder die Unfähigkeit lange am Computer oder vor dem Fernseher zu sitzen, sind Ergebnisse der Migräne und nicht umgekehrt Auslöser der Migräne.
    Migräniker sind also lichtempfindlich, WEIL sie Migräne haben.

    Aber, wie gesagt, für bestimmte Kopfschmerzen sind Jörgs Überlegungen sicherlich zutreffend. Bei über 250 bekannten Kopfschmerzarten sind sicherlich einige dabei, die man auf solche (und natürlich auch "normale") Fehlsichtigkeiten zurückführen kann.

    Mein Fazit: durchaus eine interessante These, die die Kopfschmerzdiagnostik erweitern könnte - aber, wie gesagt, eher auf Kopfschmerzen als auf Migräne bezogen!

    Wer interessiert ist, kann den Namen einfach googlen oder über mein Forum Kontakt mit Jörg aufnehmen:
    http://kopfschmerzforum.plusboard.de (keine Werbung - ich finde nur, dass Therapieoptionen grundsätzlich ALLEN offen stehen sollten und da sollte man in Foren nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeiten!

    Schöne Grüße
    Katrin
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