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Ständiger Druck in der Stirn seit Wohnungseinzug

Hallo,

seit 4 Jahren wohnen meine Frau und ich zusammen in einer neuen Wohnung. Seit dieser Zeit haben wir gemeinsam oft ein Druck- oder Spannungsgefühl im Kopf (in der Stirn, bis hin zu Augen und Stirn), bis hin zu Kopfschmerzen. Wir sind beide so Mitte 30.

Seitdem wir regelmäßig lüften bzw. sogar Fenster auf Kipp lassen, haben sich die Symptome gebessert. Die Wohnung ist durch die Wärmedämmung extrem luftdicht. Wir heizen nur im strengen Winter, da wir nur Fenster in eine Richtung haben und die umgebenden Wohnungen schon warm genug sind und mitheizen.

Wenn wir allerdings den ganzen Tag in der Wohnung verbringen (z.B. wenn ich Homeoffice mache) verschlimmern sich die Symptome, und abends haben wir dann beide wieder Schmerzen.

Nachdem wir aus den Weihnachtsferien zurück sind - und die Wohnung 2 Wochen nicht gelüftet wurde - haben wir beide wieder die Beschwerden.

Jetzt wollen wir der Sache auf den Grund gehen, wissen aber nicht, welche Hypothese am wahrscheinlichsten ist:

1. irgendwas in der Wohnung dünstet irgendeine schädliche Substanz aus. Oder es ist das Wohnklima insgesamt.
2. wir haben eine schlechte, harte Matraze und deshalb HWS-Probleme
3. es sind eher psychische Probleme (ungelöste Konflikte in der Partnerschaft)

Unser Favorit ist 1., da wir die Probleme selten woanders haben, selbst wenn wir woanders auf Isomatten o.ä. schlafen. Wir haben zwar beide leichte HWS-Probleme, aber dieser Spannungsschmerz tritt meist nur in unserer Wohnumgebung auf. Punkt 3 (psychische Probleme) halten wir beide für unwahrscheinlich, weil die Beschwerden stärker werden, je länger wir (auch getrennt voneinander) in der Wohnung sind. Außerdem ist meine Frau psychologische Psychotherapeutin. Aber vielleicht ist es auch noch ein Grund, auf den wir nicht gekommen sind?

Infos zur Wohnung: 3 Zimmer, Neubau, Laminatfussboden, sehr starke Wärmedämmung, Fussbodenheizung. Beim Einzug war die Wohnung noch feucht und wir hatten geringfügige Schimmelprobleme. Jetzt hat sich das mit dem Schimmel aber gelegt.

Jetzt würde ich gerne wissen, wie man am besten an das Problem herangeht? Gibt es Wohngiftuntersuchungen o.ä., die das Wohnklima analysieren? Oder ist das ein Hirngespinst und wir müssen woanders suchen?

Auf Ideen und Anregungen würden wir uns beide sehr freuen.

Kommentare

  • Hallo,

    das ist ganz sicher kein Hirngespinst - die Parallelen sind doch eindeutig:
    - Beschwerden begannen bei Einzug vor 4 Jahren
    - Beschwerden bessern sich bei gründlicher Lüftung und bei Abwesenheit
    - Beschwerden verschlechtern sich, wenn man einen ganzen Tag oder mehr in der Wohnung ist.
    - Ihr habt beide die Beschwerden.

    Das scheint ziemlich sicher ein Umweltproblem zu sein! Warum also erst einen Experten ranlassen - die Sanierung, um die Wohnung "giftfrei" zu machen, dürfte kostspielig werden.
    Die bessere Lösung: umziehen! Und die neue Wohnung VORHER prüfen lassen.
    Denn da die Probleme über Jahr bestehen, ist die Ursache wohl im Wohnraum (Imprägnierung, Schimmelpilze, Pestizide, Lösungsmittel etc.) zu suchen und beispielsweise nicht in den Möbeln (denn die müssten nach 4 Jahren alles ausgedünstet haben).

    Falls ihr doch Experten fragen wollt, dann ruft doch mal bei der Stadt an: jede größere Stadt hat auch einen Umweltbeauftragten, der einem jemanden vermitteln kann, der solche Messungen vornimmt.
    Wegen eurer Beschwerden würde ich mich auch an einen Umweltarzt wenden - die halten solche Krankheiten nicht für eingebildet, wie es mancher Arzt tut; es kann sein, dass ihr aufgrund der jahrelangen Exposition eine sog. MCS entwickelt habt.
    Schau mal hier, das ist der Link einer sehr guten Umweltklinik, die einem auf jeden Fall weiterhelfen können:
    http://www.fklnf.de/umweltmedizin.html
    Ich weiß nicht, wo ihr wohnt - aber dort wird man euch sicher auch eine Adresse in eurer Nähe nennen können.
    Die Links sind auch sehr hilfreich: http://www.fklnf.de/umweltmedizin/fachinformationen-und-service/interessante-links.html
    (da gibt es auch eine Liste von Umweltärzten!)

    Alles Gute
    Katrin

    Forum "Leben mit Migräne und Kopfschmerzen"
  • Ich bin auch der Meinung, dass das kein Hirngespinst ist sondern, dass ihr die Auswirkungen schon Beide kennt. Ich würde euch dringendst raten die Wohnung zu untersuchen und nachzusehen ob da auch alles in Ordnung ist. Wenn es Umbauarbeiten gibt die keiner Zahlen will dann würde ich meinen, dass ihr ausziehen solltet und euch eine andere Wohnung sucht. Das hat sonst keinen Sinn.
  • Das Problem habe ich auch. Permanente Kopfschmerzen in der Wohnung. Langsam denke ich auch ans Umziehen.
    P.S.: Was ist eigentlich eine psychologische Psychotherapeutin?
  • Hallo,

    auch ich habe genau das selbe Problem, welches Piet hier beschreibt... was ist wohl aus den beiden geworden? Leider ist der Beitrag schon bald 5 Jahre alt und ob ihm irgendetwas geholfen hat oder was nun die Ursache war, werde ich wohl nie erfahren.

    Hat denn jemand hier ähnliche Erfahrungen gemacht und eine Ursache/Lösung dazu herausgefunden?

    Die Lösung kann nicht sein, umzuziehen, denn wir haben gebaut und wohnen erst seit Okt 14 in dem Haus, seit dem leide ich aber an genau diesen Beschwerden. Zusätzlich stellenweise trockene Haut, überwiegend leider im Gesicht. Das bekommt man mit entsprechender Pflege schnell in den Griff, aber der Druck und die Kopfschmerzen bleiben. Auch trinke ich seit dem bald 1-2 Liter nur abends, nach dem ich zuhause bin... (was für mich wahnsinnig viel ist und der Durst geht davon auch nicht wirklich weg).

    - Wärmedämmung nach neuestem Standard, 3fach verglaste Fenster
    - Erdgeschoss komplett gefliest und mit Fußbodenheizung, Wohnzimmer mit Kamin (der abends meistens an ist), Luftfeuchtigkeit Erggeschoss zw. 45-50%
    - Obergeschoss komplett Laminat ausgelegt und mit normalen Heizkörpern, die über Thermostat geregelt werden, also auch nicht ständig laufen, im Schlafzimmer sind die Heizungen aus, Luftfeuchtigkeit 50-60%

    Mich würde nun interessieren, ob die Ursache vorrangig die Fußbodenheizung und die damit verbundene, niedrige Luftfeuchtigkeit sein kann oder wir eher das Laminat auf Giftstoffe untersuchen lassen sollten?

    Vielen Dank schon einmal für Rückmeldungen...

    LG Katrin
  • Hallo,

    bei tretten exakt die selben Symptome auf. Schon nach 3 Tagen. Ich werde das jetzt nochmal eine Woche abwarten und ggf. einen Umweltmediziener zur Rat suchen. Falls Ihr schon eine Ursache gefunden habt, schreibt mir gern! Viele Grüsse und lieben Dank!

    Eugen

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