Bei Kopfschmerzen die richtige Diagnose stellen – Tipps und Hilfe

Wer unter Kopfschmerzen leidet, ist nicht immer sofort sicher, ob es nur Spannungskopfschmerz oder schon Migräne ist. Denn oft sind die Übergänge fließend. Auch eine aktuelle apothekengestützte Umfrage mit 1.298 Kopfschmerzpatienten beweist, dass vielen die Diagnose ohne ärztliche Hilfe schwerfällt. 67 Prozent der Befragten gaben als Einnahmegrund für Medikamente Kopfschmerzen an, 17 Prozent Migräne. Wegen der beschriebenen Symptomatik wie Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit muss aber davon ausgegangen werden, dass deutlich mehr Teilnehmer an einer echten Migräne leiden als in der Umfrage angegeben. Neben diesen zwei häufigsten Kopfschmerzarten gibt es noch viele weitere. Insgesamt unterscheiden Ärzte über 200 Formen. Um bei Kopfschmerzen eine sichere Diagnose stellen zu können, ist vor allem ein ausführliches Gespräch zwischen Arzt und Patient erforderlich.

Welche Infos über Ihre Kopfschmerzen für die Diagnose wichtig sind
Zunächst erkundigen sich Ärzte meist nach Dauer, Häufigkeit, Lokalisation, Schwere und Qualität (pochend, stechend, drückend) der Beschwerden. Begleiterscheinungen wird der Experte ebenfalls wissen wollen. Außerdem wird er Sie fragen, was Sie bisher gegen die Beschwerden unternommen haben, welche Medikamente Sie in welcher Dosierung einnehmen, wie diese wirken und ob andere Familienmitglieder unter Kopfschmerzen leiden. Zur Diagnose ist es außerdem wichtig zu wissen, ob sich Ihre Schmerzen durch Bewegung (Spannungskopfschmerzen) oder Ruhe (Migräne) bessern.

Meist genügt für die Diagnose ein Gespräch

Viele Betroffene von Kopfschmerzen glauben, dass eine Diagnose nur mithilfe von sogenannten apparativen Verfahren (EEG, MRT, CT oder Ultraschall) gestellt werden kann. Doch in den allermeisten Fällen ist dies nicht nötig. Über das Gespräch mit dem Patienten können Ärzte in der Regel bei Kopfschmerzen eine sichere Diagnose stellen. Vor allem ob Migräne oder Spannungskopfschmerzen vorliegen, kann der Experte meist leicht unterscheiden. Wenn die Symptomatik nicht eindeutig ist  – oder weitere Kopfschmerzarten vorliegen – bzw. wenn der Arzt einen begründeten Verdacht auf andere Kopfschmerzursachen hat, sind Untersuchungen mittels apparativer Verfahren hingegen nötig.

Was sind das für Kopfschmerzen? Diagnose-Hilfen für Zuhause

Ein sogenanntes Kopfschmerztagebuch kann für die Diagnose sehr hilfreich sein. Auch die Wirksamkeit der Therapie lässt sich mithilfe eines solchen Protokolls gut überwachen. Einen Vordruck dafür können Sie unter diesem Link herunterladen. Auch unser Test zur Unterscheidung von Kopfschmerzen erleichtert die Diagnose. Durch die Beantwortung von nur 6 Fragen bekommen Sie wichtige Hinweise, ob Sie unter Migräne oder Kopfschmerzen vom Spannungstyp leiden. Denken Sie daran, dass solche Selbsttests bei Kopfschmerzen keine ärztliche Diagnose ersetzen können. Vielmehr helfen diese dabei, sich über Punkte klar zu werden, die für die Diagnose wichtig sind. Der Kopfschmerztest ist deshalb eine gute Vorbereitung für Ihr Arztgespräch.

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