Kopfschmerzfallen im Sommer – Wo sich Risiken verbergen und mit welchen Strategien Sie ihnen begegnen können

Jede Jahreszeit hat für Kopfschmerzgeplagte so ihre Tücken – auch der Sommer. So können heiße Temperaturen, grelles Sonnenlicht und Reisestress unserem Kopf zu schaffen machen. Für kopfschmerzfreie Sommertage verraten wir Ihnen, wo Risiken für Kopfschmerzpatienten lauern und wie man ihnen begegnen kann.

Kopfschmerzrisiken, auf die Sie im Sommer unbedingt achten sollten und was Sie selbst gegen sie tun können

1. Wasser- und damit Mineralstoffverlust

Durch Schwitzen verliert unser Körper Flüssigkeit (Dehydrierung), was zu Kopfschmerzen führen kann. Die Anti-Kopfschmerz-Strategie: Täglich mindestens zwei bis drei Liter trinken – vorzugsweise Mineralwasser, um den entstandenen Mineralstoffmangel gleich mit auszugleichen. Bereits bestehende Kopfschmerzen lassen oft schon innerhalb von 30 Minuten nach dem Trinken von Wasser nach. Salzverluste kann man mit Brühe und Salzstangen ausgleichen.

2. Sonnenstich

Erhitzt sich der Kopf zu stark, werden Gehirn und Hirnhaut gereizt und können anschwellen. Warnzeichen sind unter anderem ein roter Kopf, ein steifer Nacken und Kopfschmerzen. Auch Übelkeit und Bewusstseinsstörungen sind möglich. Zur Vorbeugung sollten Sie im Schatten bleiben und in der Sonne immer eine Kopfbedeckung tragen. Im Akutfall sofort mit feuchten Tüchern kühlen oder den Kopf kalt abduschen und etwas trinken (nur bei klarem Bewusstsein!). Danach ist Ruhe angesagt.

3. Erhöhte Ozonwerte

Vor allem an warmen, wolkenlosen Tagen steigt die Ozonmenge im Laufe des Tages durch die Reaktion von Autoabgasen und Sauerstoff mit UV-Licht. Empfindliche Menschen können darauf mit Kopfschmerzen reagieren. Gute Strategie, um Kopfschmerzen vorzubeugen: Lieber früh als abends lüften und auch Sport in die Morgenstunden verlegen. Bei starker Ozon-Belastung möglichst nicht aus dem Haus gehen.

4. Helles Licht

Auf helles Licht können besonders Migräne- und Kopfschmerzpatienten empfindlich reagieren.
Sonnenbrillen (mit UV-Schutz!) sind schick und schützen die Augen vor Blendung durch helles Licht – gerade auch am weißen Strand. Das macht nicht nur das Sehen angenehmer, sondern reduziert auch das Kopfschmerzrisiko – besonders wichtig für Menschen, die unter Migräne leiden.

5. Kältefalle Klimaanlage

Den Wechsel von hochsommerlichen Temperaturen zu erfrischender Kühle (und wieder zurück) quittiert der Körper gerne mit Kopfschmerzen. Schnelle Veränderungen der Durchblutung sowie Verspannungen durch Zugluft und die plötzliche Kälte sind die Ursachen. Auch wenn es schwerfällt – Um Kopfschmerzen zu vermeiden sollten Sie die Klimaanlage im warmen Auto nur langsam herunterregeln statt sofort mit voller Kraft zu kühlen. Und in Geschäften oder Cafés mit starker Klimaanlage eine dünne Jacke oder ein Tuch überlegen. So verhindern Sie Zugluft an Schultern und Nacken, die Spannungskopfschmerzen fördern kann.

6. Schlechter Schlaf

Zu helle Nächte und spätes Ins-Bett-Gehen stören den Biorhythmus. Dadurch können vor allem Migräneanfälle zunehmen. Guter Tipp: Dunkeln Sie Ihr Schlafzimmer gut ab (eventuell mit Spezialvorhängen) und achten Sie auf regelmäßige Schlafzeiten.

7. Reisekopfschmerzen

Ob Stress während der Vorbereitung und Anreise, Jetlag nach dem Langstreckenflug oder ein anderes Klima am Urlaubsort – für viele Menschen beginnt die schönste Zeit des Jahres erst einmal mit einem Drücken oder Stechen hinter Stirn und Schläfen. Das lässt sich vermeiden: Versuchen Sie, die Reisevorbereitungen durch rechtzeitige Planung zu entschleunigen. Vielleicht lässt sich die Schlafzeit schon ein paar Tage vorher an die Zeitzone des Urlaubslandes anpassen? Nehmen Sie gleich den Rhythmus am Zielort an – aber bitte ohne die Hilfe von Schlafmitteln!

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