Migräne macht Gehirn auch zwischen Anfällen sensibler

Menschen mit Migräne werden noch immer von einigen belächelt oder gar verhöhnt. Als Sensibelchen oder Drückeberger, der nur vorgibt unter hämmernden Kopfschmerzen zu leiden, um unangenehme Aufgaben zu umgehen oder Termine zu verschieben. Dabei ist längst bekannt, dass es sich bei Migräne um eine ernst zu nehmende neurologische Erkran-kung handelt, die typischerweise mit wiederkehrenden starken Kopfschmerzen, verbunden mit Lichtempfindlichkeit, Übelkeit und Wahrnehmungsstörungen, auftreten kann. Es gibt so genannte Trigger, die einen Migräneanfall auslösen oder verschlimmern können: Stress, Schlafmangel, Hormonschwankungen,… die Faktoren könnten unterschiedlicher kaum sein. Und die Reizwahrnehmung von Patienten, die unter Migräne leiden, unterscheidet sich nicht nur während der akuten Attacke von der Gesunder. Auch in der anfallsfreien Zeit weisen sie eine erhöhte Netzwerkaktivität im Gehirn auf, die sich unmittelbar auf die akustischen, visuellen und sensorisch-motorischen Schaltkreise auswirkt. Das erklärt zum einen, warum Migräne-Kranke so sensibel auf äußere und innere Reize (wie Hormonschwankungen) reagieren und unterstreicht zum anderen, dass es sich bei Migräne nicht um eine Lappalie, sondern um eine ernst zu nehmende Erkrankung handelt.

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