Kopfschmerzen mit Kombinationspräparaten lindern

Warum bei Kopfschmerzen Kombinationspräparate empfohlen werden

Es gibt über 200 Kopfschmerzarten – und eine Vielzahl an möglichen Auslösern. In der Akuttherapie von Kopfschmerzen sind Kombinationspräparate aus ASS, Paracetamol und Coffein (wie z.B. Thomapyrin®) Mittel der ersten Wahl. Und das von ganz offizieller Stelle: Seit 2004 stehen diese in den Leitlinien der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft ganz oben. Sogar bei der Behandlung von Migräne und starken Spannungskopfschmerzen haben sich die Kombinationspräparate bewährt. Das Geheimnis ist das enthaltene Coffein, wie eine Untersuchung der renommierten Cochrane Collaboration untermauert. Demnach konnte ab einer Menge von 100 mg Coffeinzusatz die signifikante Wirkverstärkung bei Kopfschmerzmitteln durch Kombinationspräparate erneut bestätigt werden. Wer jetzt aber glaubt, er könne seine Kopfschmerztablette einfach mit einer Tasse Espresso runterspülen, irrt sich. Denn die Coffeinmenge schwankt je nach Sorte und Zubereitungsart, der Gehalt pro Tasse liegt zwischen 51 und 322 Milligramm. Bei Kopfschmerzen sind optimal dosierte Kombinationspräparate die bessere Lösung. Sie wirken rund 15 Minuten schneller als ihre Einzelsubstanzen. Ein weiterer Vorteil bei der Behandlung von Kopfschmerzen durch Kombinationspräparate ist der, dass die einzelnen Stoffe darin niedriger dosiert sind als in den jeweiligen Einzelpräparaten. Das trägt zur guten Verträglichkeit bei.

Häufiger Schmerzmittelkopfschmerz durch Kombinationspräparate? Nein!

Immer wieder taucht die Frage auf, ob die Kombination mit Coffein durch seine anregende Wirkung zu einer häufigeren Einnahme führt und so ein Schmerzmittelkopfschmerz häufiger auftritt als bei der Einnahme von Einzelwirkstoffen. Diese Frage stand deshalb im Mittelpunkt einer international durchgeführten Literatursichtung und Bewertung unter Beteiligung der Zulassungsbehörden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Ergebnis: Kombinationspräparate werden weder häufiger verwendet noch lösen sie bei bestimmungsgemäßem Gebrauch mehr Schmerzmittelkopfschmerz aus als andere Kopfschmerzmedikamente1.

Kombinationspräparate – bei Kopfschmerzen gut verträglich

Das Angebot an Kopfschmerzpräparaten ist groß. Doch was hilft schnell und ist dennoch gut verträglich? Eine wissenschaftlich fundierte Entscheidungshilfe bieten die Leitlinien der Kopfschmerzgesellschaften im deutschsprachigen Raum (Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft, Österreichische Kopfschmerzgesellschaft, Schweizerische Kopfwehgesellschaft). Darin wurden die zu den verschiedenen Wirkstoffen vorhandenen Studien analysiert und entsprechende Empfehlungen für die Selbstbehandlung von Spannungskopfschmerzen und Migräne abgeleitet. Die fixe Kombination aus ASS + Paracetamol und Coffein (wie z.B. in Thomapyrin®) steht ganz oben in den Leitlinien als Mittel der ersten Wahl mit hervorgehobener Empfehlung. Wegen der nachgewiesenen Wirksamkeit bei guter Verträglichkeit.

1 Feinstein, A.R. et al.: Clinical Pharmacology & Therapeutics, 68: 457-467, 2000; Feinstein, A.R. et al.: Kidney International, 58: 2259-2264, 2000; Diener et al.: Schmerz 14: 269-283, 2000

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