Migräne mit Triptanen behandeln

Triptane sind Wirkstoffe, die für die Akutbehandlung von mittelstarken bis starken Migräneanfällen mit oder ohne Aura eingesetzt werden. Während der Attacke wirken sie im Gehirn gefäßverengend, entzündungshemmend und schmerzlindernd und sind vor allem für Menschen eine Option, deren Beschwerden nicht oder nicht ausreichend auf klassische Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol oder Ibuprofen ansprechen. Triptane ähneln dem körpereigenen Botenstoff Serotonin und können deshalb regulierend in den Serotinenhaushalt eingreifen, der bei einem Migräneanfall typischerweise gestört ist. Neben dem eigentlichen Migränekopfschmerz bekämpfen Vertreter dieser Substanzklasse auch Begleitsymptome wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Bei Spannungskopfschmerzen helfen sie jedoch nicht. Im Gegensatz zu Schmerzmitteln wie ASS, Paracetamol oder Ibuprofen (in Dosierungen bis 400 mg) sind die meisten Triptane verschreibungspflichtig. Unter der Voraussetzung, dass eine gesicherte Migräne-Diagnose vorliegt, sind nur Naratriptan und Almotriptan von der Verschreibungspflicht ausgenommen. Meist werden sie als Tabletten angeboten. Der Arzt kann aber auch Injektionslösungen und Nasensprays verschreiben. Die Wirkdauer und die Schnelligkeit des Wirkeintritts variieren zwischen den einzelnen Triptanen stark. Einige sind auch für die Behandlung von Clusterkopfschmerzen zugelassen.

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