Die Vorteile eines Kopfschmerztagebuchs

Wie ein Kopfschmerztagebuch bei Diagnose und Therapie helfen kann

Wenn ab und zu der Schädel brummt, ist dies meist leicht zu ertragen. Doch jeder vierte Deutsche leidet nach eigener Angabe regelmäßig unter Kopfschmerzen, vor allem unter Migräne oder Spannungskopfschmerzen. In diesem Fall empfehlen Experten, ein sogenanntes Kopfschmerztagebuch zu führen. Einen Vordruck dafür finden Sie in unserer Rubrik Tipps & Hilfe oder direkt unter diesem Link. Mithilfe der Angaben über Schmerzdauer, -intensität, Medikamenteneinnahme, Stress im Alltag und Begleitsymptome lässt sich eine Diagnose der genauen Kopfschmerzform meist leicht stellen. Es ist daher ratsam, das Kopfschmerztagebuch unbedingt zum Arzttermin mitzubringen.

Aber nicht nur für die Diagnose ist dieses ein wichtiges Werkzeug. Das Kopfschmerztagebuch hilft auch dabei, Auslöser für die Beschwerden zu erkennen. Vor allem bei Migräne berichten Patienten von typischen, sogenannten Triggerfaktoren. Stress wird besonders oft genannt. Aber auch Hormone, bestimmte Wetterlagen oder Nahrungsmittel lösen häufig Attacken aus. Hier finden Sie eine Auflistung der häufigsten Triggerfaktoren. Ihre Beschwerden werden bereits therapiert? Dann können Sie mithilfe des Kopfschmerztagebuches verfolgen, wie gut die Behandlung und die Medikamente anschlagen. Besprechen Sie Ihr Protokoll am besten regelmäßig mit Ihrem behandelnden Arzt.

Kopfschmerztagebuch bei chronischen Beschwerden

Wer chronisch von Spannungskopfschmerzen oder Migräne betroffen ist, kann in der Regel den Alltag nicht mehr wie gewohnt meistern. Laut Definition ist dies der Fall, wenn Beschwerden an mehr als 15 Tagen pro Monat auftreten – und zwar in einem Zeitraum von über drei Monaten. Für Betroffene ist es dann sehr wichtig, ein Kopfschmerztagebuch zu führen. Denn dieses kann für sozialrechtliche Verfahren nötig sein. Z. B. für den Antrag auf verminderte Erwerbstätigkeit oder Berufsunfähigkeitsrente. Fragen Sie Ihren Arzt, welche Angaben Ihr Kopfschmerztagebuch für solche Zwecke enthalten sollte.

Kopfschmerztagebuch für Kinder

Laut DMKG (Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft) nehmen Kopfschmerzen bei Kindern zu. Eine Untersuchung an fast 7000 Schülern belegt, dass bis zum 12. Lebensjahr rund 90 % der Kinder Kopfschmerzerfahrung haben: 60 % davon haben Spannungskopfschmerzen und bis zu 12 % leiden an Migräne. Bei wiederkehrenden Beschwerden sollten auch die kleinen Patienten ein Kopfschmerztagebuch führen. Eltern können dabei helfen und beim Arzt ein kindgerechtes Exemplar besorgen. Dieses enthält meist anschauliche Zeichnungen und einfache Fragen darüber, wie der Tag und die Stimmung waren. Fragen Sie bei Ihrem nächsten Termin beim Arzt nach dem Kopfschmerztagebuch für Kinder.

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