Was ist Migräne? Antworten von Forschern und Experten

Was ist die Ursache von Migräne?

Es pocht und pulsiert in einer Kopfhälfte – die Schmerzen sind oft unerträglich. Aber was ist Migräne eigentlich genau? Mit dieser Frage beschäftigen sich Forscher intensiv, bisher allerdings ohne eindeutiges Ergebnis. Sie machen aber verschiedene Faktoren für die Entstehung verantwortlich. Lesen Sie hier, welche dies sind und was Migräne ist.

Was ist Migräne: Die Forschung steht vor vielen Fragen
In einem sind sich Mediziner mittlerweile einig: Die Gene spielen nachweislich eine Rolle bei Migräne. Das erklärt auch, weshalb die Erkrankung oft familiär gehäuft auftritt. Aber was sind andere Ursachen von Migräne? Diese Frage lässt sich bisher nur schwer beantworten. Forscher gehen allerdings davon aus, dass bestimmte Botenstoffe im Gehirn bei Betroffenen im Ungleichgewicht sind – vor allem Serotonin, Noradrenalin und CGRP (Calcitonin-Gene-Related-Peptide). Diese beeinflussen u. a. die Schmerzempfindlichkeit von Gefäßen im Kopf. Ist diese erhöht, kann das eine Migräne begünstigen. Gleichzeitig gehen Wissenschaftler davon aus, dass bei Migräne kleine Blutgefäße im Gehirn, die Arteriolen, entzündet sind. Auch die Schmerzhemmung im Hirnstamm scheint bei Erkrankten weniger gut als bei Gesunden zu funktionieren.

Was ist migräneauslösend?

Es sind viele sogenannte Migränetrigger bekannt. Was ist also genau migräneauslösend? Zu den häufigsten Verursachern gehören Hormonschwankun-gen bei Frauen (v. a. vor der Menstruation), Änderungen des Schlaf-Wach-Rhyth-mus, die vor allem am Wochenende auftreten, sowie jede Form von Stress. Auch der Wegfall von Anspannung, z. B. nach der Arbeit, kann Migräneanfälle verursachen. Und was löst noch Migräne aus? Umwelteinflüsse wie der Aufenthalt in großen Höhen, verqualmten Räumen sowie Kälte, Lärm oder Flackerlicht werden häufig als Trigger genannt. Wie Sie die häufigsten Auslöser vermeiden können lesen Sie hier: Kontrolle von Triggerfaktoren.

Was ist migränetypisch?

Ein Migräneanfall ist oft unerträglich und sehr belastend. Im Schädel klopft und pul-siert der Schmerz meist einseitig, manchmal wechselt er während der Attacke die Kopfseite.

Was sind migränetypische Begleiterscheinungen?
Häufig leiden Migräne-Patienten zusätzlich unter Übelkeit, Erbrechen, Licht-, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit. Körperliche Anstrengung verschlimmert die Beschwerden.

Was ist für Migräneattacken charakteristisch?
Ein Anfall dauert meist zwischen 4 und 72 Stunden, wobei sich die Attacke häufig bereits Stunden oder Tage vorher ankündigt. Manche Betroffene berichten im Vorfeld der Migräne über Stimmungsschwankungen oder innere Unruhe, andere haben Heißhunger und übermäßigen Durst oder klagen über Konzentrationsschwäche, Schlaf- oder Verdauungsstörungen.

Was ist Migräne mit Aura?

Nur jeder zehnte Migräniker berichtet davon, vor der Schmerzattacke seltsame Lichtblitze oder farbige Flecken mit gezackten Rändern zu sehen. Bei manchen äußert sich die sogenannte Migräneaura zusätzlich durch Sprach- oder Gefühlsstörungen wie ein Kribbeln in den Gliedmaßen bis hin zu Muskellähmungen.

Was ist Migräne des Basiliartyps?
Sie tritt vor allem bei jungen Frauen auf. Die Beschwerden gehen mit Schmerzen am Hinterkopf, Schwindelgefühlen, Sehstörungen wie Doppeltsehen und Missempfindungen an Händen und Füßen einher.

Was ist vestibuläre Migräne?
Bei dieser Erkrankungsform ist vor allem das Gleichgewichtsorgan betroffen. Kopfschmerzen sind in den meisten Fällen ebenfalls spürbar. Vor allem leiden Betroffene aber unter Schwindel, der attackenartig auftritt.

Was ist chronische Migräne?
Davon sprechen Ärzte, wenn Betroffene an mehr als 15 Tagen im Monat unter Attacken leiden – und das länger als 3 Monate.

Was ist retinale Migräne?
Diese Erkrankungsform ist sehr selten. Betroffene erleben während der Migräneattacke Sehstörungen auf nur einem Auge. Es kann sogar passieren, dass Erkrankte für mehrere Minuten erblinden.

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