Der Kopf schmerzt? Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Regeln dafür, wann Sie mit Kopfschmerzen zum Arzt sollten

Rund 60 Prozent aller Deutschen leiden gelegentlich unter Kopfschmerzen. In den meisten Fällen sind die Beschwerden harmlos, verschwinden von selbst wieder und lassen sich mit frei verkäuflichen Schmerzmitteln gut behandeln. Eine ärztliche Untersuchung ist dann in der Regel nicht nötig. Aber wann sollten Sie mit Kopfschmerzen zum Arzt gehen? Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) gibt dazu folgende Empfehlung: Wenn Beschwerden regelmäßig auftreten, nicht gut auf Schmerzmittel ansprechen oder Attacken immer häufiger vorkommen, ist ein Arztbesuch nötig. Wann sollten Sie noch zum Arzt? Wenn Schmerzmittel aufgrund von Kopfweh häufiger als acht bis zehnmal im Monat eingenommen werden – so die Experten.

Bei folgenden weiteren Alarmsignalen sollte Sie die Frage wann zum Arzt? klar mit"Ja" beantworten. Vor allem Begleiterscheinungen spielen eine Rolle. Wenn Fieber oder neurologische Ausfallsymptome (z. B. Lähmungserscheinungen, Gefühlsstörungen, Wesensänderungen) vorliegen, ist ein Arztbesuch erforderlich. Auch bei neuen, von Beginn an täglich auftretenden Kopfschmerzen oder einer Änderung bestehender Beschwerden sollten Sie einen Arzt zu Rate ziehen.

Wann zum Notarzt mit Kopfschmerzen

Wann Sie zum Arzt müssen, wissen Sie bereits. Aber in einigen Fällen kann es ratsam sein, sich direkt an den Notarzt zu wenden. Bei extrem starken Kopfschmerzen, die schlagartig innerhalb von Sekunden ihr Maximum erreichen, bei begleitender Nackensteife, hohem Fieber, epileptischen Anfällen oder akuten neurologischen Ausfallsymptomen (z. B. Lähmungen) ist Vorsicht angesagt. Was nicht zwingend heißt, dass Sie eine ernste Krankheit haben müssen. Aber es kann sein, dass die Beschwerden eine Ursache haben, die schnell behandelt werden muss. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft empfiehlt, in solchen Situationen direkt den Notarzt zu rufen (112).

Wann zum Haus- und wann zum Facharzt?

Hausärzte, Internisten, Neurologen und Schmerz-Therapeuten – sie kennen sich allesamt mit Kopfschmerzen aus. Aber woher weiß ich, welcher Experte mir am besten helfen kann?

Wann zum Hausarzt?
Er ist in der Regel der Ansprechpartner Nummer Eins. Hausärzte oder auch Internisten kennen typische Symptome von Spannungskopfschmerzen und Migräne und können die Erkrankungen leitliniengerecht behandeln.

Wann zum Neurologen?
Nicht immer fühlen sich Patienten von ihrem Hausarzt gut beraten. Das kann daran liegen, dass dieser meist unter Zeitdruck steht. Gesetzliche Kassen zahlen nur ein fünf- bis zehnminütiges Gespräch. Dann macht ein Gang zum Neurologen Sinn. Er kann sich in der Regel mehr Zeit nehmen.

Wann zum Schmerztherapeuten?
Wenn Sie schon seit einigen Jahren unter Kopfschmerzen leiden, kann ein Mediziner mit Fachausbildung zum Schmerztherapeuten eine gute Empfehlung sein. Zu erkennen ist dieser an dem Zusatz spezielle Schmerztherapie. Auch Schmerz-Ambulanzen und -Kliniken sind dann eine sinnvolle Anlaufstation.

Das könnte Sie auch interessieren
Kopfschmerzen oder Migräne
Kopfschmerztest
Kopfschmerztagebuch
Was macht der Arzt
Diagnose mit MRT, EEG und CT

© Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. 2010–2017, Alle Rechte vorbehalten.