Kopfschmerzen sind nicht gleich Kopfschmerzen

Kopfschmerzen sind weit verbreitet. Rund 60 Prozent der Deutschen leiden nach eigener Angabe gelegentlich darunter. Jeder Vierte ist sogar regelmäßig davon betroffen. Damit zählt Kopfweh neben Rückenschmerzen zu den häufigsten Leiden der Bevölkerung – vor allem bei Frauen und Bewohnern großer Städte. Dabei darf eines nicht vergessen werden: Kopfschmerzen sind nicht gleich Kopfschmerzen. Im Gegenteil kennt die Medizin mittlerweile sogar über 180 verschiedene Arten der Erkrankung. Kein Wunder, dass auch die Beschwerden sehr vielseitig ausfallen. Einige Betroffene klagen über ein Ziehen hinter der Stirn, andere über pochende Schläfen oder ein unerträgliches Hämmern unter der Schädeldecke. Kopfschmerzen können in Attacken auftreten oder durchgehend spürbar sein. Sie gelten entweder als eigenständige Erkrankung – oder auch nur als Begleitsymptom. Am häufigsten kommen die sogenannten Bagatellschmerzen vor. Bei diesen ist die Ursache der Kopfschmerzen bekannt. Es stecken z. B. die Betriebsfeier, eine Grippe oder einfach die Überlastung am Computer dahinter. Eine ernsthafte Erkrankung liegt bei dieser Sorte Kopfschmerzen meist nicht vor

Die zwei häufigsten Kopfschmerz-Arten

Mediziner haben 1988 eine neue international anerkannte Einteilung der verschiedenen Arten von Kopfschmerzen vorgenommen. Bis dahin hatte man versucht, Kopfschmerzen nach ihren Ursachen einzuteilen. Da diese jedoch noch nicht abschließend geklärt sind, erwies sich der Ansatz als nicht zufriedenstellend.
In der neuen Liste der IHS (International Headache Society) werden die Kopfschmerzen jetzt nicht mehr nach ihrer Ursache, sondern phänomenologisch, also z. B. nach Art und Häufigkeit der Symptome, eingeteilt. Auf diese Weise haben die Experten festgestellt, dass vor allem zwei Kopfschmerzarten besonders verbreitet sind. Über 90 Prozent der Patienten leiden unter sogenannten Spannungskopfschmerzen oder Migräne. Weitere Kopfschmerzarten machen hingegen nur acht Prozent der Betroffenen zu schaffen. Außerdem benannten die Forscher zwei Überkategorien – die primären und die sekundären Kopfschmerzen.

Die wichtigste Kopfschmerzfrage: Primär oder sekundär?

Die International Headache Society (IHS) hat ein Ordnungssystem festgelegt, das alle Arten von Kopfschmerzen in zwei große Gruppen einteilt – die primären und die sekundären. Wenn der Kopfschmerz durch keine anderen organischen Ursachen hervorgerufen wird, spricht man von primären Beschwerden. Das gilt zum Beispiel für Spannungskopfschmerzen und Migräne. Wesentlich seltener sind die sogenannten sekundären Kopfschmerzen. Bei diesen ist eine andere Erkrankung die Ursache, zum Beispiel eine Grippe oder eine Kopfverletzung, die gesondert behandelt werden muss. Unser Fragebogen hilft Ihnen festzustellen, ob ein Arzt aufzusuchen ist oder ob Sie Ihren Kopfschmerz in Eigenregie behandeln können. Sie finden außerdem eine Übersicht der häufigsten Ursachen für Kopfschmerzen sowie Substanzen für die Selbstmedikation.

Wir raten Ihnen dringend, bei wiederholten oder stärkeren Beschwerden zum Arzt zu gehen!

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