Gut versorgt – die besten Mittel gegen Kopfschmerzen

Um Kopfschmerzen möglichst schnell loszuwerden, greifen Betroffene meist zu Tabletten. Doch vorher müssen sie sich eine wichtige Frage stellen. Welches der zahlreichen Präparate ist das beste Mittel gegen meine Kopfschmerzen? Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) hat dazu alle relevanten Studien ausgewertet. Die daraus erfolgte aktuelle Expertenempfehlung zur Migräne- und Spannungskopfschmerzbehandlung in Eigenregie lautet: Die Wirkstoffkombination aus Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Koffein ist erste Wahl – und zwar als einziges Mittel mit hervorgehobener Empfehlung sowohl bei Spannungskopfschmerz, als auch bei Migräne.

Damit entsprechende Mittel gegen Kopfschmerzen aber erfolgreich wirken können, gelten zwei Grundregeln für die Selbstmedikation:

  1. Wenn es unter der Schädeldecke hämmert und zieht, ist Warten meist keine gute Idee. Stattdessen sollten Mittel gegen Kopfschmerzen möglichst zeitnah und in der im Beipackzettel empfohlenen Dosierung eingenommen werden. Denn je länger Sie warten, desto schlimmer werden die Beschwerden oft. Und dann wird eventuell eine höhere Wirkstoffmenge erforderlich, um den Schmerz zu stoppen.
  2. Mittel gegen Kopfschmerzen sollten nicht an mehr als 10 Tagen pro Monat eingenommen werden.

Was tun bei chronischen Spannungskopfschmerzen?

Wenn Spannungskopfschmerzen an mehr als 15 Tagen im Monat auftreten und dies über 6 Monate lang, gelten diese als chronisch. Trotzdem bleibt es bei der Regel, dass Mittel gegen Kopfschmerzen höchstens an zehn Tagen im Monat eingenommen werden dürfen. Die optimale Behandlung sollte deshalb unbedingt mit einem Arzt besprochen werden. So können eventuelle Ursachen besprochen und geeignete medikamentöse und nicht-medikamentöse Maßnahmen ergriffen werden.

Was empfehlen Experten zur Behandlung akuter Spannungskopfschmerzen?

Zur Verfügung stehende freiverkäufliche Mittel mit hohem Empfehlungsgrad laut Deutscher Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft gegen Spannungskopfschmerzen.
(Quelle: http://www.dmkg.de/dmkg/sites/default/files/migraene%20und%20spannungskopfschmerz.pdf)

Schmerzmittel der ersten Wahl

  • zwei Tabletten der fixen Kombination ASS (250 bis 265 mg) + Paracetamol (200 bis 265 mg) + Koffein (50 bis 65 mg)
  • ASS 1000 mg
  • Diclofenac 12,5 mg
  • Diclofenac 25 mg
  • Ibuprofen 400 mg
  • zwei Tabletten der fixen Kombination Paracetamol (500 mg) + Koffein (65 mg)

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft? Das können Sie tun!

Viele Mittel gegen Kopfschmerzen dürfen während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Und doch leiden viele Frauen vor allem in den ersten drei Monaten unter Kopfschmerzen. Eine Ausnahme ist der Wirkstoff Paracetamol. Er darf während der gesamten Schwangerschaft eingenommen werden. Ibuprofen und Acetylsalicylsäure (ASS) sind hingegen nur bis zur 28. Schwangerschaftswoche erlaubt – und auch nur, wenn Ihr Arzt ausdrücklich zu der Einnahme rät. Bevor Schwangere zu Mitteln gegen Kopfschmerzen greifen, sollten sie mit ihrem Arzt sprechen oder sich auf der Seite www.embryotox.de informieren. Es lohnt sich außerdem, bekannte Hausmittel gegen Kopfschmerzen auszuprobieren. Häufig genügen diese bereits, um schwangerschaftsbedingte Beschwerden zu lindern. Versuchen Sie es z. B. mit Entspannung, Wärme, Bewegung, Schlaf oder einer erhöhten Flüssigkeitszufuhr. Mehr Infos finden Sie unter Kopfschmerzen in der Schwangerschaft.

Lesen Sie hier mehr zu Wirkstoffe :
  • Die Klassiker: Paracetamol, Ibuprofen und ASS 

    Wer Kopfschmerzen hat, greift meist zu Paracetamol, Ibuprofen oder ASS. Aber welcher Wirkstoff ist wann der Richtige? Der Wirkstoff-Check klärt auf.

  • Bei Kopfschmerzen kann der Wirkstoff Coffein helfen 

    Hilft Kaffee wirklich bei Migräne? Warum Kopfschmerzen durch Coffein nachlassen, kann die Wissenschaft mittlerweile erklären. Hier erfahren Sie mehr.

  • Kopfschmerzen mit Kombinationspräparaten lindern 

    Zur Ei­gen­the­ra­pie von Kopf­schmer­zen wer­den Kom­bi­na­ti­ons­prä­pa­ra­te emp­foh­len. Wie diese wir­ken, was dafür und was da­ge­gen spricht, lesen Sie hier.

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